Pallade Veneta - Französischer Präsidentschaftskandidat Glucksmann klettert auf Windrad

Französischer Präsidentschaftskandidat Glucksmann klettert auf Windrad


Französischer Präsidentschaftskandidat Glucksmann klettert auf Windrad
Französischer Präsidentschaftskandidat Glucksmann klettert auf Windrad / Foto: Christophe ARCHAMBAULT - AFP

Zum Auftakt seines Präsidentschaftswahlkampfs ist der linke Politiker Raphaël Glucksmann auf ein Windrad geklettert und hat seinen Landsleuten für den Fall seines Wahlsieges eine "ökologische Revolution" in Aussicht gestellt. "Die Ökowende ist die Hauptachse unseres Programms", sagte Glucksmann am Dienstag bei seinem Auftritt im Windpark im westfranzösischen Saint-Jean-de-Liversay. Der Ausstieg aus fossilen Energien, die den Klimawandel befördern, sei eine "dringende Notwendigkeit", sagte Glucksmann. Weitere Prioritäten seien die Isolierung von Gebäuden, die Förderung von E-Mobilität und Energieeffizienz.

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Umweltthemen spielten im französischen Präsidentschaftswahlkampf zunächst kaum eine Rolle. Inzwischen bemühen sich allerdings sowohl Glucksmann, der gemeinsam mit dem Grünen-Politiker Yannick Jadot auftrat, als auch der Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon um die Stimmen der Grünen-Wähler. Mélenchon widmete einen Großteil seiner Rede auf einem Parteitreffen am vergangenen Sonntag dem Kampf gegen die Folgen des Klimawandels.

Glucksmann sagte am Dienstag, sein Ziel sei die "Dekarbonisierung der Wirtschaft". Dabei räumte er ein, dass er mit Jadot in der Frage der Atomreaktoren uneins sei. Der sozialdemokratische EU-Abgeordnete plädiert - im Unterschied zu den Grünen - für den Neubau von Atomreaktoren der neuen Generation.

Zugleich plädierte Glucksmann dafür, Solarzellen künftig verstärkt in Frankreich zu produzieren statt sie aus China zu importieren. "Wir werden dafür kämpfen, dass wir wieder bei uns produzieren und nicht so sehr von China abhängig sind", sagte er.

Glucksmann will sich im Oktober an der Vorwahl beteiligen, welche die Sozialistische Partei (PS) und seine eigene Partei namens Place Publique organisieren. Dies bedeutet, dass sich am Ende beide Parteien auf einen gemeinsamen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl einigen. Wahlberechtigt sind die Mitglieder beider Parteien.

Bislang haben vier Politiker aus diesem Lager erklärt, sich der Vorwahl zu stellen, unter ihnen die frühere Präsidentschaftskandidatin und Umweltministerin Ségolène Royal, die 2007 schon einmal in die Stichwahl gegen den Konservativen Nicolas Sarkozy gekommen war.

Es wird erwartet, dass sich auch PS-Parteichef Olivier Faure um die Kandidatur bewirbt. Sollte er die Vorwahl gewinnen, müsste Glucksmann auf seine Kandidatur verzichten. Die Präsidentschaftswahl findet am 18. April und 2. Mai statt. Amtsinhaber Emmanuel Macron kann nach zwei Mandaten nicht direkt wieder antreten.

J.Lubrano--PV

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