Pallade Veneta - Gegen Rassismus und für Demokratie: Migranten in Sachsen-Anhalt schließen Geschäfte

Gegen Rassismus und für Demokratie: Migranten in Sachsen-Anhalt schließen Geschäfte


Gegen Rassismus und für Demokratie: Migranten in Sachsen-Anhalt schließen Geschäfte
Gegen Rassismus und für Demokratie: Migranten in Sachsen-Anhalt schließen Geschäfte / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Aus Protest gegen Rassismus und als Zeichen für eine demokratische Gesellschaft haben viele Menschen mit Migrationshintergrund in Magdeburg am Mittwoch ihre Geschäfte geschlossen. "Wir schließen heute unsere Türen, damit sich morgen nicht die Türen zu einer freien und demokratischen Gesellschaft schließen", erklärte der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt. Der Rat unterstützt die Aktion, die Gewerbetreibende selbst organisierten.

Textgröße ändern:

Zwischen 10.00 und 15.00 Uhr sollten die Geschäfte im Rahmen des "Migra-Streiks" demnach geschlossen bleiben. Für 13.00 Uhr war eine Kundgebung vor dem Landtag geplant. "Viele Beteiligte berichten, dass sie zunehmend Angst vor Anfeindungen haben", sagte Saaeid Saaeid vom Flüchtlingsrat in der ARD. Der Streik solle ein Weckruf an die Gesellschaft sein und ein Appell, sich das Wahlprogramm der AfD genau anzuschauen.

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September der Landtag neu gewählt. In Umfragen ist die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD stärkste Kraft. Deren politische Agitation richtet sich nach Einschätzung des Landesverfassungsschutzes "gegen essenzielle Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung".

Der Mitteilung des Flüchtlingsrats zufolge sind "Erfahrungen mit Rassismus und gesellschaftlicher Ausgrenzung sowie politische Debatten, in denen die Zugehörigkeit von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Migrationsgeschichte zunehmend infrage gestellt wird", der Hintergrund der Aktion in Magdeburg.

Forderungen nach "massenhaften Abschiebungen und der Verdrängung von Menschen mit Migrationsgeschichte aus unserer Gesellschaft" lösten bei vielen "Angst und Verunsicherung" aus. "Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der Herkunft nicht darüber entscheidet, wer dazugehört", hieß es in der Erklärung. "Menschenwürde, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Zugehörigkeit sind nicht verhandelbar."

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Trump setzt neue US-Sanktionen gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat das neue Sanktionspaket der USA gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag das nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossene Gesetz.

Angriff auf Polizeiwache in Pakistan: Zahl der Todesopfer auf 31 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einer Explosion und einem Angriff mit Schusswaffen auf eine Polizeiwache im Norden Pakistans ist nach Angaben eines ranghohen Polizeibeamten auf mindestens 31 gestiegen. "Mindestens 31 Menschen, darunter 16 Polizeikräfte, sind bei dem Angriff und Selbstmordanschlag getötet worden", sagte der Beamte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die pakistanischen Gesundheitsbehörden meldeten zudem mehr als hundert Verletzte, von denen mehrere sich in kritischem Zustand befänden.

Bund der Steuerzahler fordert neuen Straftatbestand "Haushaltsuntreue"

Vor dem Beginn der Hauptverhandlung gegen Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage hat der Bund der Steuerzahler einen neuen Straftatbestand gefordert. "Bei der Haftung von Bundesministern bestehen Regelungslücken, sowohl im Strafrecht als auch im Zivilrecht", sagte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben).

Trump: Sohn hat russischem Geschäftsmann Geld für Hochzeitsfeier zurückgezahlt

US-Präsident Donald Trumps ältester Sohn hat einem russischen Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml das Geld zurückgezahlt, das dieser für die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des Präsidentensohnes ausgegeben hatte. Die Vorgänge seien zwar "völlig erlaubt" gewesen, "aber soweit ich weiß, hat er es ihm zurückgezahlt", sagte Trump mit Blick auf seinen Sohn am Freitag vor Journalisten im Oval Office.

Textgröße ändern: