Pallade Veneta - Russischer Drohnenangriff auf Munitionslager bei Kiew fordert 27 Tote

Russischer Drohnenangriff auf Munitionslager bei Kiew fordert 27 Tote


Russischer Drohnenangriff auf Munitionslager bei Kiew fordert 27 Tote
Russischer Drohnenangriff auf Munitionslager bei Kiew fordert 27 Tote

Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager westlich von Kiew sind mindestens 27 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Fast 400 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

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Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager westlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind mindestens 27 Menschen getötet worden. Mehr als 40 weitere Menschen erlitten nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Kiew, Tymur Tkatschenko, Verletzungen. Der Angriff traf am Freitagabend ein Unternehmensgelände im Dorf Myla, das knapp fünf Kilometer von der Stadtgrenze Kiews entfernt liegt.

Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete auf Telegram von erheblichen Schäden an der Infrastruktur in der Umgebung. Demnach wurden Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim beschädigt. Mehr als 300 Rettungskräfte waren im Einsatz, fast 400 Menschen wurden nach Angaben des Präsidenten in Sicherheit gebracht.

Die Staatsanwaltschaft leitete neben Ermittlungen zu dem russischen Drohnenangriff auch ein Verfahren wegen des Verdachts der dienstlichen Fahrlässigkeit ein. Selenskyj verwies darauf, dass Munition nach geltenden Vorschriften nicht neben Häusern und anderen Wohngebäuden gelagert werden dürfe. Russland erklärte, Ziel des Angriffs sei ein Lager mit Bauteilen für weitreichende Drohnen gewesen.

Die wichtigste Straßenverbindung von Kiew in Richtung Westen musste wegen der Lösch- und Rettungsarbeiten auf mehreren Kilometern vollständig gesperrt werden. Erst am Samstagmittag konnte der Verkehr auf der zweispurigen Schnellstraße nach Polizeiangaben wieder einspurig in beiden Richtungen fließen. In sozialen Netzwerken veröffentlichte Aufnahmen zeigten Feuer und mehrere Explosionen in der Abenddämmerung.

Der ukrainische Regierungschef Serhij Korezkyj erinnerte an eine Explosion Anfang Juli in Wyschnewe am südwestlichen Stadtrand von Kiew. Damals waren nach offiziellen Angaben mindestens neun Menschen bei der Explosion eines Munitionsdepots ums Leben gekommen. Korezkyj kritisierte, dass im fünften Kriegsjahr dieselben Fehler wiederholt würden, und sprach von krimineller Fahrlässigkeit.

Kiew und das Umland waren zuletzt wiederholt von Luftalarm wegen anfliegender Drohnen und Raketen betroffen. Bei einem weiteren Drohnenangriff im Landkreis Boryspil westlich von Kiew kam am Samstagmorgen laut Tkatschenko ein 14-jähriges Mädchen ums Leben.

Auch das südukrainische Gebiet Odessa wurde angegriffen. Gouverneur Oleh Kiper meldete einen Toten und drei Verletzte. Fünf Getreidetransporter brannten aus, drei weitere wurden beschädigt. Die Verwaltung des Landkreises Ismajil hatte zuvor vor russischen Drohnen gewarnt und Schäden an Transportanlagen gemeldet. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, der Angriff habe Tanklastern und Entladestellen für Treibstoff im Donauhafen Ismajil gegolten. Die Flusshäfen nahe der Donaumündung sind für den ukrainischen Außenhandel wichtiger geworden, weil auch die Seerouten zu den Schwarzmeerhäfen regelmäßig angegriffen werden.

Im russischen Grenzgebiet Belgorod starben nach Angaben der dortigen Regierung drei Menschen bei ukrainischen Angriffen, 14 weitere wurden verletzt. Der kommissarische Gouverneur Alexander Schuwajew erklärte, die Ukraine habe unter anderem Drohnen, Raketenwerfer und Artillerie eingesetzt. Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim wurde bei ukrainischen Drohnenangriffen nach Behördenangaben ebenfalls mindestens ein Mensch getötet. Drei Menschen wurden verletzt. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, meldete 26 abgeschossene Drohnen und Schäden an nahezu einem Dutzend Häusern.

E.M.Filippelli--PV

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