Pallade Veneta - US-Finanzministerium verwehrt Journalisten Akkreditierung für G20-Treffen

US-Finanzministerium verwehrt Journalisten Akkreditierung für G20-Treffen


US-Finanzministerium verwehrt Journalisten Akkreditierung für G20-Treffen
US-Finanzministerium verwehrt Journalisten Akkreditierung für G20-Treffen / Foto: Kent NISHIMURA - AFP/Archiv

Das US-Finanzministerium hat mehreren Journalisten die Akkreditierung für das am Montag beginnende Treffen der G20-Finanzminister und Zentralbanker in Asheville verweigert. Reporter der "New York Times", des "Wall Street Journal" sowie der Nachrichtenagentur Bloomberg haben keinen Zugang zu dem Treffen, wie die Medienhäuser mitteilten. Als G20-Gastgeber regelt das Finanzministerium den Zugang zu den zweitägigen Beratungen im US-Bundesstaat North Carolina.

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Die Verweigerung des Zugangs "untergräbt die Medienfreiheit und die öffentliche Rechenschaftspflicht", hieß es in einer Stellungnahme von Bloomberg News. "Wir werden weiterhin für uneingeschränkten Zugang der Presse eintreten, während wir fair und präzise über die Vorgänge berichten."

Die "New York Times" berichtete, es seien Reporter ausgeschlossen worden, die seit Jahren über derartige Zusammenkünfte berichten. In einer Stellungnahme der Zeitung hieß es, die Verweigerung der Akkreditierung sei "nicht nur ein weiterer beunruhigender Versuch der Regierung, unabhängigen Journalismus zu untergraben", sondern dies sei auch der Versuch, "öffentlicher Kontrolle zu entgehen".

Das Finanzministeriums teilte mit, zu dem Treffen würden nahezu 300 Medienvertreterinnen und Medienvertreter aus rund einem Dutzend Länder erwartet. Diese hätten Zugang zu den Entscheidungsträgern und damit gehe die Verantwortung einher, "sachliche Informationen im Einklang mit etablierten journalistischen Standards zu verbreiten".

Die Behinderung der Berichterstattung unliebsamer Medien ist Teil des von US-Präsident Donald Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit initiierten Feldzugs gegen Medienhäuser, die er als zu kritisch oder als "links" einstuft. Unter anderem verklagte er das "Wall Street Journal" und die "New York Times" und ordnete Kürzungen der staatlichen Subventionen für öffentlich-rechtliche Sender an.

Bei Pressekonferenzen liefert er sich häufiger mit ihm unbequemen Journalisten Wortgefechte, in deren Verlauf er die Reporter als unfähig beleidigt. Erst am Sonntag warf Trump einer NBC-Reporterin in seinem Onlinedienst Truth Social ungenaue Berichterstattung vor und forderte, diese müsse "gerügt oder bestraft" werden.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) nimmt an dem Treffen in Asheville teil. Der Minister werde am Rande des Treffens auch bilaterale Gespräche mit Partnern wie dem kanadischen Finanzminister und der indischen Finanzministerin führen, sagte eine Ministeriumssprecherin in Berlin. Für Dienstag steht ein Besuch im BMW-Werk in South Carolina auf dem Programm.

G.Riotto--PV

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