Pallade Veneta - Spannungen mit Hegseth: US-Verteidigungsstaatssekretär Driscoll reicht Rücktritt ein

Spannungen mit Hegseth: US-Verteidigungsstaatssekretär Driscoll reicht Rücktritt ein


Spannungen mit Hegseth: US-Verteidigungsstaatssekretär Driscoll reicht Rücktritt ein
Spannungen mit Hegseth: US-Verteidigungsstaatssekretär Driscoll reicht Rücktritt ein / Foto: SAUL LOEB - AFP/Archiv

Inmitten des Iran-Krieges hat der oberste zivile Leiter der US-Armee, Dan Driscoll, seinen Rücktritt eingereicht. Das Weiße Haus bestätigte am Montag (Ortszeit) einen entsprechenden Bericht des "Wall Street Journal". Demnach trat der unter anderem an den Verhandlungen zum Ukraine-Krieg beteiligte US-Verteidigungsstaatssekretär nach anhaltenden Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth zurück. Damit spitzt sich die Führungskrise im jüngst von mehreren Entlassungen betroffenen Pentagon weiter zu.

Textgröße ändern:

Driscoll habe bei "historischen Militäreinsätzen herausragende Führungsqualitäten bewiesen", erklärte die Vize-Pressesprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly. Er habe zudem "den Fokus wieder auf Einsatzbereitschaft und Kampfkraft gerichtet, bei den Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine mitgewirkt und vieles mehr geleistet". Dadurch habe er im Verteidigungsministerium "maßgeblich dazu beigetragen, Präsident Trumps Agenda 'Make America Strong Again' voranzutreiben". Die US-Armee sei "dank seiner Arbeit an der Seite des Oberbefehlshabers und des Kriegsministers mächtiger denn je", betonte Kelly.

Driscoll, ein ehemaliger Kommilitone von Vizepräsident JD Vance an der juristischen Fakultät der Elite-Universität Yale, soll Berichten zufolge innerhalb der Regierung von dieser Freundschaft profitiert haben. An der Seite des US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner war er an den Ukraine-Verhandlungen beteiligt.

Mit Verteidigungsminister Hegseth geriet Driscoll jedoch aneinander. US-Medien hatten schon länger über einen möglichen Rücktritt spekuliert.

Der ranghöchste Demokrat im Streitkräfteausschuss des Senats, Jack Reed, machte Hegseth für den Rücktritt Driscolls verantwortlich. "Ich begrüße den Rücktritt von Minister Driscoll nicht. Es ist längst an der Zeit, dass Präsident (Donald) Trump den dauerhaften Schaden erkennt, den Pete Hegseth dem Verteidigungsministerium zufügt", erklärte er.

Der Veteran Driscoll hatte im Irak gedient. 2020 kandidierte er erfolglos für den Kongress, später war er als Berater für Trumps Wiederwahlkampagne im Jahr 2024 tätig. Sein Rücktritt könnte die US-Armee im siebten Monat des Iran-Kriegs ohne zivile und militärische Führung zurücklassen. Hegseth hatte im April Heereschef General Randy George entlassen und noch keinen Nachfolger ernannt.

R.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Deutsche Airlines "entsetzt" über Vergabe von Flugrechten an Emirates

Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) hat "mit mit Unverständnis und Verärgerung" auf die Entscheidung der Bundesregierung reagiert, der Fluggesellschaft Emirates zusätzliche Flugrechte zu geben. "Wir sind entsetzt darüber, wie wenig die Interessen der deutschen Fluggesellschaften und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unserer Unternehmen bei dieser Entscheidung berücksichtigt wurden", erklärte BDF-Geschäftsführer Michael Engel am Freitag. Er forderte erneut Entlastungen für den Luftverkehrsstandort Deutschland.

Steinmeier kritisiert schleppenden Fortschritt in Kampf gegen Wohnungslosigkeit

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich unzufrieden mit dem Stand im Kampf gegen die Wohnungslosigkeit gezeigt. Bei einer Veranstaltung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe erinnerte Steinmeier am Freitag in Berlin daran, dass die Bundesregierung in einem vor mehr als zwei Jahren verabschiedeten Aktionsplan das Ziel gesetzt habe, die Wohnungslosigkeit in Deutschland bis 2030 zu überwinden. Dieses Ziel sei "inzwischen nach einigen Jahren, die es diesen Aktionsplan gibt, sehr ambitioniert", sagte Steinmeier.

Klitschko: Zwei Tote bei russischem Drohnenangriff auf Tankstelle in Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Tankstelle in Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko zwei Menschen getötet worden. Vier weitere seien ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte Klitschko am Freitag in Onlinenetzwerken. Die Rettungskräfte veröffentlichten Aufnahmen einer ausgebrannten Tankstelle, aus der Rauch aufstieg.

Jemen: Huthi-Miliz kontrolliert Gebiet um wichtige Meerenge Bab al-Mandab

Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach Angaben eines örtlichen Regierungsvertreters eine Insel in der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen und damit die Kontrolle über die wichtige Schifffahrtsstraße übernommen. Boote mit bewaffneten Huthi-Kämpfern hätten die auch unter dem Namen Perim bekannte Insel Mayyun erreicht, erklärte der Regierungsvertreter am Freitag. Am Vortag hatten sich demnach Regierungstruppen von dort zurückgezogen.

Textgröße ändern: