Pallade Veneta - USA und Iran weiten Angriffe deutlich aus - Zwei Tote laut iranischen Staatsmedien

USA und Iran weiten Angriffe deutlich aus - Zwei Tote laut iranischen Staatsmedien


USA und Iran weiten Angriffe deutlich aus - Zwei Tote laut iranischen Staatsmedien
USA und Iran weiten Angriffe deutlich aus - Zwei Tote laut iranischen Staatsmedien / Foto: - - AFP/Archiv

Die USA und der Iran haben ihre militärische Konfrontation am Dienstag deutlich verschärft. US-Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran an, Teheran meldete daraufhin Raketen- und Drohnenschläge auf US-Stützpunkte in der Region. US-Präsident Donald Trump drohte mit noch "viel härteren" Angriffen. Bei einem US-Angriff auf ein Wohnhaus während einer Hochzeitsfeier wurden nach iranischen Behördenangaben zwei Menschen getötet.

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Die neuen US-Attacken folgten laut dem US-Regionalkommando Centcom auf "versuchte Angriffe" der iranischen Revolutionsgarden "auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus und auf in der Region stationierte US-Soldaten", erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom. Trump bezeichnete die Militäraktion als Reaktion auf den iranischen Versuch, Seeminen in der Straße von Hormus auszubringen - sowie auf Raketenbeschuss eines US-Stützpunkts in Jordanien.

Iranische Staatsmedien meldeten "mehrere Explosionen" im Osten von Bandar Abbas und rund um die Insel Keschm. Auch der Flughafen von Dschiroft in der südlichen Provinz Kerman sei von den USA angegriffen worden. Nach Angaben des stellvertretenden Provinzgouverneurs gab es dort weder Opfer noch Schäden an der Landebahn oder den Flughafengebäuden.

In Bandar Kuhestak in der Provinz Hormosgan sei ein Wohnhaus getroffen worden, in dem gerade eine Hochzeit gefeiert worden sei, sagte der stellvertretende Provinzgouverneur Ahmad Nafisi dem Staatsfernsehen. Zwei Menschen seien getötet und mehrere weitere verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete zudem vier Einschläge in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan.

Der Iran leitete nach Berichten iranischer Medien daraufhin Vergeltungsangriffe ein. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete vom Beginn eines "entscheidenden" Militäreinsatzes. "Stützpunkte und Interessen der USA in der Region werden von iranischen Raketen und Drohnen angegriffen", hieß es. Unabhängige Angaben zu Zielen, Schäden oder möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor.

Trump warnte Teheran vor einer weiteren Reaktion. "Wenn die gescheiterte Nation Iran für diesen sehr gerechtfertigten Angriff Vergeltung übt, wird sie erneut getroffen werden, auf einer viel härteren und höheren Stufe", schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social. Zugleich drohte Trump mit dem "größten Angriff von allen". Danach werde "sehr wenig von der Islamischen Republik Iran übrig sein".

Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor ihrerseits eine "schwere Bestrafung" angekündigt. "Die USA werden ihre neuen Angriffe bereuen", erklärte ihr Sprecher Hossein Mohebi.

Bereits am Sonntagabend hatten die USA erstmals seit mehr als einem Monat wieder Ziele im Iran angegriffen. Die US-Streitkräfte attackierten nach eigenen Angaben Raketenwerfer auf der Insel Larak in der Straße von Hormus, um das Verlegen weiterer Seeminen zu verhindern. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Ziele in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

In der Nacht zum Dienstag wurden zudem zwei Öltanker beim Verlassen der Straße von Hormus von Geschossen unbekannter Herkunft getroffen. Die für den Welthandel wichtige Meerenge ist seit Kriegsbeginn ein zentraler Streitpunkt. Der Iran hält sie weitgehend blockiert, die USA haben im Gegenzug eine Seeblockade iranischer Häfen verhängt.

Trotz der neuen Eskalation bekräftigte Irans Präsident Massud Peseschkian am Dienstag seine Bereitschaft zur Rückkehr zu der im Juni geschlossenen Vereinbarung zur Beendigung des Krieges. Voraussetzung sei, dass auch Washington seine Verpflichtungen wieder erfülle. Eine US-Politik des Drucks und der Drohungen könne den Weg der Diplomatie zum Scheitern bringen, warnte Peseschkian.

O.Pileggi--PV

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