Pallade Veneta - Frankreichs Regierung verzichtet auf verpflichtendes Einwegpfand

Frankreichs Regierung verzichtet auf verpflichtendes Einwegpfand


Frankreichs Regierung verzichtet auf verpflichtendes Einwegpfand
Frankreichs Regierung verzichtet auf verpflichtendes Einwegpfand / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP/Archiv

Mit einem landesweiten Pfand auf Plastikflaschen wird es in Frankreich nichts: Nach heftigen Protesten ruderte die Regierung zurück und erklärte am Freitag, den Kommunen keine Pfandpflicht auf Einwegflaschen aufzuerlegen. Nach offiziellen Angaben lag die Recyclingquote für Plastikflaschen in Frankreich 2024 bei 58 Prozent, deutlich hinter dem erklärten Ziel von 90 Prozent.

Textgröße ändern:

"Die Regierung entscheidet sich für einen regionalen Ansatz", erklärte das Umweltministerium am Freitag. Es werde keine landesweite Pfandpflicht geben. Die Pläne hatten Proteste der Kommunen ausgelöst. Auch Umweltverbände kritisierten das Vorhaben und forderten stattdessen ein Pfandsystem für wiederverwertbare Flaschen.

Kritiker verwiesen auch auf das deutsche System: "Dort sieht man deutlich, dass das Pfandsystem mit einer Zunahme der Kunststoffproduktion einhergeht", sagte Corentin Duprey, Vorsitzender eines Verbands für Abfallwirtschaft im Großraum Paris. Viele Kommunen argumentierten auch, dass sie in Sortieranlagen investiert hätten, um den Plastikmüll auszusortieren.

In Frankreich werden Plastikverpackungen bislang zusammen mit Verpackungen aus Papier oder Metall gemeinsam entsorgt.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Abschiebezentren: Deutschland und weitere EU-Länder wollen Abkommen mit Drittstaaten bis Jahreswechsel

Deutschland und vier weitere EU-Staaten wollen bis zum Jahreswechsel ein Abkommen mit Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union über die Errichtung von Abschiebezentren für abgelehnte Asylbewerber schließen. "Wir wollen in diesem Jahr noch eine Vereinbarung mit Drittländern erreichen, die dann den Aufbau von 'Return Hubs' ermöglichen", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Freitag. Um welche Länder es sich handeln könnte, wurde nicht genannt.

US-Außenminister Rubio reist nach Kolumbien, Ecuador und Peru

US-Außenminister Marco Rubio reist kommende Woche nach Kolumbien, Ecuador und Peru. Die Reise findet von Dienstag bis Donnerstag statt, wie das US-Außenministerium am Freitag mitteilte. Ziel ist es demnach, "Schlüsselpartnerschaften der USA zu stärken", unter anderem durch eine verstärkte Zusammenarbeit im Kampf gegen Drogenkartelle und vertiefte Handelsbeziehungen.

Russische Drohne trifft Geheimdienst-Sitz in Kiew

Am helllichten Tag ist der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU im Zentrum von Kiew von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff am Freitag habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Online-Dienst Telegram. AFP-Reporter sahen mehrere Krankenwagen nahe dem Gebäude im Herzen der ukrainischen Hauptstadt.

Anschläge auf Umspannwerke: Bei Fahndung nach Verdächtigem Wohnhaus durchsucht

Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf Umspannwerke in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen am Freitag zu mehreren Einsätzen ausgerückt. Zuvor waren Schreiben aufgetaucht, in denen sich ein Mann zu den Sabotageaktionen bekannte. Das Haus in der Stadt Gevelsberg, in dem der mutmaßliche Verfasser gemeldet ist, wurde durchsucht.

Textgröße ändern: