Pallade Veneta - Iran-Krieg: Mehrere Öltanker und andere Schiffe attackiert

Iran-Krieg: Mehrere Öltanker und andere Schiffe attackiert


Iran-Krieg: Mehrere Öltanker und andere Schiffe attackiert
Iran-Krieg: Mehrere Öltanker und andere Schiffe attackiert / Foto: Handout - US Central Command (CENTCOM)/AFP

Im Iran-Krieg sind am Wochenende mehrere Öltanker sowie andere Schiffe in der Golfregion unter Beschuss geraten. Die US-Armee richtete nach eigenen Angaben schwere Schäden an drei Tankern mit Verbindungen zu den iranischen Revolutionsgarden an. Die Revolutionsgarden attackierten daraufhin drei Öltanker in der Straße von Hormus sowie drei US-Schiffe in anderen Gebieten, wie sie mitteilten. Außerdem griffen sie demnach eine US-Marinedrohne an.

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Der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf warnte am Sonntag, dass der Iran künftig noch energischer auf US-Militärangriffe reagieren werde. "Die Zeit der proportionalen Antworten ist vorbei", sagte er in einer von den iranischen Staatsmedien verbreiteten Rede. Jeder Angriff auf die iranischen Interessen und Sicherheit werde künftig eine "schnellere, intensivere und schmerzhaftere Antwort nach sich ziehen".

Die Verhandlungen zur Beendigung des inzwischen seit mehr als einem halben Jahr andauernden Krieges stecken in der Sackgasse. Stattdessen nahmen die USA nach wochenlanger Pause Ende August wieder ihre Militärangriffe auf. Auch wollen sie die Islamische Republik durch massiven wirtschaftlichen Druck, der ausländische Geschäftspartner des Iran einbezieht, in die Knie zwingen.

Ihren jüngsten Angriff auf drei iranische Öltanker am Samstag bezeichnete die US-Armee als Antwort auf den Beschuss von zwei US-Marineschiffen durch die Revolutionsgarden. Der Flugzeugträger und der Zerstörer seien in internationalen Gewässern auf Patrouille gewesen, teilte das für die Golfregion zuständige US-Militärkommando Centcom mit.

Die Revolutionsgarden erklärten zu den Angriffen auf die beiden US-Kriegsschiffe, diese hätten Schäden erlitten und seien "zum Rückzug gezwungen" worden. Hingegen teilte Centcom mit, die Schiffe seien dem iranischen Beschuss erfolgreich ausgewichen. Kein US-Soldat sei bei den Angriffen verletzt worden.

Die US-Armee habe als Antwort auf diese Angriffe einen iranischen Tanker im Golf von Oman "vollständig zerstört", erklärte Centcom. Die Crew sei zuvor aufgefordert worden, das Schiff zu verlassen. Zwei weitere iranische Tanker seien nahe der iranischen Insel Charg im Persischen Golf und nahe des iranischen Hafens Jask am Golf von Oman durch die Angriffe "dauerhaft" außer Betrieb gesetzt worden.

Ein von Centcom veröffentlichtes Video zeigte große Feuerbälle und lodernde Flammen über den Schiffen. Die drei Schiffe seien "Teil eines milliardenschweren Schattennetzwerks", das die Revolutionsgarden und ihre regionalen Stellvertreter finanziere, erklärte das US-Kommando.

Das iranische Außenministerium bezeichnete die Angriffe auf die iranischen Tanker als "illegale und aggressive Handlungen". Iranische Medien hatten zuvor von mehreren Explosionen vor der Insel Charg berichtet. Sie liegt etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt im Norden des Persischen Golfs. Über das dortige Öl-Terminal wird fast der gesamte iranische Rohölexport abgewickelt.

Die Revolutionsgarden erklärten später, sie hätten "drei Öltanker auf der nicht genehmigten Route durch die Straße von Hormus" sowie drei US-Schiffe in anderen Gebieten ins Visier genommen. Sie warnten andere Schiffe vor dem Versuch, die Straße von Hormus auf nicht genehmigten Routen zu durchqueren.

Die Revolutionsgarden attackieren zudem eine US-Marinedrohne bei ihrem Einflug in die Straße von Hormus. Das unbemannte Fluggerät habe versucht, "in den geschützten Bereich" der Meerenge einzudringen, hieß es in einer vom staatlichen iranischen Fernsehsender Irib verbreiteten Erklärung der Garden.

Die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, ist für den Welthandel von wesentlicher Bedeutung. Vor dem Iran-Krieg wurde rund ein Fünftel der globalen Rohöl- und Flüssiggas-Lieferungen durch die Meerenge transportiert. Nach Kriegsbeginn sperrte der Iran die Wasserstraße dann weitgehend, was die weltweiten Ölpreise in die Höhe schnellen ließ. Die USA verhängten im Gegenzug später eine Seeblockade iranischer Häfen.

Der Krieg hatte Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen. Im April wurde dann eine Waffenruhe vereinbart, im Juni folgte ein Rahmenabkommen mit dem Ziel einer noch auszuhandelnden Friedensregelung. Doch kamen die diplomatischen Bemühungen nicht voran, und die Waffenruhe wurde immer wieder gebrochen.

R.Zaccone--PV

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