Pallade Veneta - Mützenich will Klarheit über Entlastungen vor Start der Haushaltswoche am Montag

Mützenich will Klarheit über Entlastungen vor Start der Haushaltswoche am Montag


Mützenich will Klarheit über Entlastungen vor Start der Haushaltswoche am Montag
Mützenich will Klarheit über Entlastungen vor Start der Haushaltswoche am Montag / Foto: John MACDOUGALL - AFP

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich will vor der am Montag beginnenden Haushaltswoche im Bundestag Klarheit über das dritte Entlastungspaket. Er sei "sehr sicher, dass wir in den nächsten Stunden und Tagen Entscheidungen treffen", sagte Mützenich am Donnerstag in Dresden. Einen konkreten Termin für das geplante Treffen des Koalitionsausschusses nannte Mützenich nicht. Er betonte zugleich, das dritte Entlastungspaket sei ein "ganz wichtiges Signal, das Anfang September gegeben werden muss".

Textgröße ändern:

Er habe seinen Kolleginnen und Kollegen der anderen Ampel-Parteien gesagt, "dass wir vor der Haushaltswoche Klarheit haben wollen", sagte Mützenich vor Beginn einer Klausurtagung der SPD-Bundestagsfraktion. Es bringe nichts, erst danach Entscheidungen zu treffen. Ob er FDP und Grüne überzeugt habe, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Die Bürgerinnen und Bürger bräuchten aber das Signal, dass es jetzt passieren müsse, auch weil Maßnahmen aus den beiden ersten Entlastungspaketen ausliefen. Mützenich bekräftigte, dass der Koalitionsausschuss das Gremium sei, das "am Ende die verschiedenen Vorstellungen aus den Parteien zusammenführt". In dem Ausschuss beraten sich die Spitzen der Parteien und Fraktionen mit der Bundesregierung.

Zu Fragen, ob am Samstag ein Treffen des Ausschusses denkbar sei, äußerte sich Mützenich nicht. Er verwies lediglich darauf, dass die Haushaltswoche formell am Montag beginne. Der Bundestag tritt am Dienstag das erste Mal nach der Sommerpause zusammen; am Montag tagen bereits die Fraktionen.

Der SPD-Politiker verwies zugleich auf das von seiner Fraktion erarbeitete Maßnahmenpapier. Es gehe darum, mit direkten Entlastungen bestimmte Gruppen in den Fokus zu nehmen, die nur über kleine oder mittlere Einkommen verfügten. Er nannte Rentnerinnen und Rentner, Studierende oder Auszubildende.

Mit Blick auf die von der FDP abgelehnte Übergewinnsteuer sagte Mützenich, es sei wichtig, dass sie "wenigstens von uns in die Diskussion gebracht worden ist". Er verwies auf Erfahrungen in anderen europäischen Ländern, in denen die Steuer bereits gelte. Es gehe um "eine Diskussion um Gerechtigkeit", betonte der SPD-Politiker. Wenn es Mitnahmeeffekte auf dem Markt gibt, "dann muss das gebremst werden".

Mit dem Begriff Übergewinnsteuer werden staatliche Abzüge auf Gewinne von Unternehmen bestimmter Branchen bezeichnet, die durch eine Krise - derzeit etwa den Ukraine-Krieg und seine Folgen - deutlich besser verdienen als normalerweise.

In einer Beschlussvorlage für die SPD-Fraktionsklausur werden insbesondere Entlastungen für niedrige und mittlere Einkommen über Direktzahlungen, eine Preisbremse für einen Grundbedarf bei Energie sowie ein bundesweites Verkehrsticket von 49 Euro pro Monat vorgeschlagen. Zudem wird für Mieterinnen und Mieter ein sechsmonatiger Kündigungsschutz bei nicht bezahlten Betriebskostennachzahlungen ins Gespräch gebracht.

M.Romero--PV

Empfohlen

Trump zieht nach Blockade von Dekret zu Briefwahleinschränkungen vor Oberstes Gericht

Die US-Regierung ist wegen der von einem Bundesgericht blockierten Pläne von Präsident Donald Trump zur erschwerten Briefwahl erneut vors Oberste Gericht gezogen. Mit einem vom Regierungsanwalt John Sauer am Donnerstag eingereichten Eilantrag will die Regierung die Umsetzung eines Dekrets erwirken, mit dem die Briefwahl zwei Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen zum US-Kongress strenger geregelt werden soll. Damit spitzt sich der Rechtsstreit wenige Tage vor dem Versand der ersten Briefwahlunterlagen an die Wähler in einigen Bundesstaaten deutlich zu.

Innenminister Dobrindt und EU-Kollegen beraten in Kopenhagen über Abschiebezentren

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und die für Migration zuständigen Minister Dänemarks, der Niederlande, Österreichs und Griechenlands beraten am Freitag in Kopenhagen über Abschiebezentren für Migranten außerhalb der EU. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums will Dobrindt als Gast beim dänischen Einwanderungsminister Morten Bödskov über den Plan zur Umsetzung der so genannten Return Hubs berichten (Pk. 13.30 Uhr). Bei dem Treffen wird demnach "die letzte Vorbereitungsphase" eingeleitet. Auch EU-Innenkommissar Magnus Brunner soll bei dem Treffen dabei sein.

Prägend für "Generationen von Frauen": US-Feministin Gloria Steinem mit 92 Jahren gestorben

Die US-Journalistin und feministische Galionsfigur Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Steinem starb am Mittwoch in ihrem Zuhause in New York, wie ihre Stiftung am Donnerstag im Onlinedienst Instagram mitteilte. In den 70er Jahren hatte Steinem die feministische Zeitschrift "Ms." gegründet. Sie gehörte zu den prominentesten Vertreterinnen der Frauenrechtsbewegung in den USA. Prominente US-Demokraten würdigten ihre Vorreiterrolle für "Genrationen von Frauen".

Polizeieinsatz wegen verdächtigen Gegenstands an Umspannwerk in Dormagen

Wegen eines verdächtigen Gegenstands ist die Polizei am Donnerstag zu einem Einsatz an einem Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Dormagen ausgerückt. Ein Spaziergänger habe den nicht näher benannten Gegenstand am frühen Abend im Bereich der Anlage im Stadtteil Gohr auf dem Boden gefunden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Neuss. Das Fundstück sei beschlagnahmt worden. Zuerst hatte der Westdeutsche Rundfunk berichtet.

Textgröße ändern: