Pallade Veneta - Laschet-Lacher: Neue Studie sieht keinen Einfluss auf Bundestagswahl 2021

Laschet-Lacher: Neue Studie sieht keinen Einfluss auf Bundestagswahl 2021


Laschet-Lacher: Neue Studie sieht keinen Einfluss auf Bundestagswahl 2021
Laschet-Lacher: Neue Studie sieht keinen Einfluss auf Bundestagswahl 2021 / Foto: Marius Becker - POOL/AFP

Als sich Armin Laschet (CDU) nach der Ahrtalflut 2021 einen Lacher während eines Ortstermins erlaubte, hat das dem Ruf des damaligen Kanzlerkandidaten geschadet. Ein tatsächlicher Einfluss auf das spätere Wahlverhalten konnte allerdings nicht nachgewiesen werden, wie die Universitäten Mainz und Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilten. Dies ergab demnach eine Studie von Forschern zu den Auswirkungen des "Laschet-Lachers".

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Hintergrund de Untersuchung war eine Szene aus dem Katastrophengebiet im nordrhein-westfälischen Ahrtal, das Armin Laschet im Juli 2021 als Kanzlerkandidat und Ministerpräsident besuchte. Im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lachte Laschet über Scherze eines Parteikollegen, wie damals Medien berichteten. Ein Foto davon galt lange als Wendepunkt im Bundestagswahlkampf.

"Bis heute hält sich die Vorstellung, dass dieser Moment Laschet möglicherweise sogar die Wahl gekostet hat", erklärte Constantin Wurthmann von der Universität Mainz. Wähler reagierten positiv auf angemessene emotionale Reaktionen von Politikern. Das sei gut belegt, so Wurthmann. Über unangemessene Reaktionen sei bislang weniger bekannt. Dabei stehe die Frage im Fokus, ob ein Imageschaden auch das politische Verhalten beeinflusse.

Zufälligerweise lief zu der Zeit bereits eine Langzeitbefragung zur Bundestagswahl 2021, mit Umfragen vor und nach dem Lacher. Deren Ergebnisse lieferten nun die Grundlage für die neue Studie und zeigten einen moderaten messbaren Imageschaden Laschets. In Bezug auf Wahlbeteiligung und Wahlentscheidung seien allerdings keine nennenswerten Auswirkungen beobachtet worden, so das Ergebnis der Studie.

"Der Schaden am Bild der Person ist real, aber begrenzt, und übersetzt sich nicht in Verhalten", erklärte Wurthmann. Die Annahme, dass öffentliches Fehlverhalten auch entscheidend auf einen Wahlkampf einwirke, werde durch die Studie relativiert. Die Bewertung einer Person und die spätere Wahlentscheidung seien verschiedene Dinge.

J.Lubrano--PV

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