Pallade Veneta - Bericht: Ermittler identifizieren GRU-Agenten hinter Drohnenangriff von Leipzig

Bericht: Ermittler identifizieren GRU-Agenten hinter Drohnenangriff von Leipzig


Bericht: Ermittler identifizieren GRU-Agenten hinter Drohnenangriff von Leipzig
Bericht: Ermittler identifizieren GRU-Agenten hinter Drohnenangriff von Leipzig / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Nach dem Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle führen die Ermittlungen deutscher Sicherheitsbehörden einem Medienbericht zufolge direkt zum russischen Militärgeheimdienst GRU. Die "Welt am Sonntag" berichtete, geheime Ermittlungsunterlagen würden einen mutmaßlichen GRU-Mitarbeiter als Logistiker der Operation benennen. Die Erkenntnisse gelten demnach als Grundlage für die Entscheidung der Bundesregierung, Russland für den versuchten Drohnenanschlag verantwortlich zu machen.

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Nach Informationen aus Sicherheitskreisen handelt es sich dem Bericht zufolge bei den Verdächtigen um den Russen Oleg L. und den Belarussen Andrei K. Die Vorbereitung und Logistik soll L. organisiert haben. Er werde von Sicherheitsbehörden dem GRU zugerechnet, schreibt die "Welt am Sonntag".

Nach Erkenntnissen der Ermittler reiste L. dem Bericht zufolge über die Türkei nach Deutschland ein und später über den Flughafen Berlin-Brandenburg in Richtung Serbien aus. Nach Informationen von "Welt am Sonntag" war den Ermittlern bereits bei der Einreise bekannt, dass der Russe dem Umfeld des GRU zugerechnet wird. Nach seiner Einreise wurde er dennoch nicht observiert. Inzwischen soll er sich wieder in Russland aufhalten, schreibt die Zeitung.

Bundesinnenministerium und Sicherheitsbehörden wollten sich auf AFP-Anfrage nicht zu dem Bericht äußern. Sie verwiesen dabei auf laufende Ermittlungen.

Anfang August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden, in deren Nähe sich ukrainische Frachtflugzeuge befanden. Der Flughafen ist Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine. Die Spur zu den Verdächtigen führte laut der "Welt am Sonntag" unter anderem über DNA-Spuren an einer Antennenkonstruktion zur Steuerung der Drohnen.

Die Zeitung schreibt, nach Erkenntnissen der Behörden sei der in Leipzig eingesetzte Sprengstoff möglicherweise über Bulgarien und Serbien nach Deutschland gelangt. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass er in Hohlräumen von Lastwagen transportiert und anschließend in Erddepots versteckt wurde.

Die Bundesregierung hatte Moskau Anfang September für den versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen verantwortlich gemacht und neue Strafmaßnahmen gegen Russland angekündigt. Moskau weist die Vorwürfe zurück.

Die "Bild"-Zeitung hatte im August berichtet, im Fall der Drohnenattacke von Leipzig gebe eine konkrete DNA-Spur. Diese ist demnach identisch mit einer Spur, die bereits in Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf das DHL-Logistikzentrum in Leipzig vom 20. Juli 2024 registriert worden war.

Der russische Militärgeheimdienst GRU wird von westlichen Sicherheitsbehörden immer wieder für Sabotageakte, Cyberangriffe und sogar Morde verantwortlich gemacht. Die sogenannte Hauptverwaltung für Aufklärung (GRU) gilt als wichtiges Machtinstrument von Russlands Präsident Wladimir Putin.

R.Zarlengo--PV

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