Pallade Veneta - Schleswig-Holstein: SPD wählt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl

Schleswig-Holstein: SPD wählt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl


Schleswig-Holstein: SPD wählt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl
Schleswig-Holstein: SPD wählt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Die SPD in Schleswig-Holstein hat den ehemaligen Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer offiziell zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr gewählt. Kämpfer, der inzwischen Landeschef der Sozialdemokraten ist, wurde am Samstag auf einem Parteitag in Lübeck auf Platz eins der Landesliste gewählt, wie die SPD mitteilte. Er erhielt demnach 94,9 Prozent der Stimmen. Als Spitzenkandidat gesetzt war er schon seit Ende vergangenen Jahres.

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Im November 2025 hatte sich Kämpfer in einer Urabstimmung der Basis um die Spitzenkandidatur gegen SPD-Landtagsfraktionschefin Serpil Midyatli durchgesetzt. Im Februar 2026 übernahm Kämpfer von ihr außerdem die Führung des SPD-Landesverbands, ein Parteitag wählte ihn zum neuen Parteivorsitzenden. Kämpfer war von 2014 bis 2026 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel. In dem Bundesland wird im April 2027 gewählt.

Derzeit regiert in Schleswig-Holstein eine Koalition aus CDU und Grünen unter Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die jüngste Umfrage ist von Mitte Juli. Damals lag die SPD mit 15 Prozent hinter CDU, AfD und Grünen auf dem vierten Rang. Die CDU kam auf 27 Prozent, die AfD erreichte 18 Prozent. Die Grünen lagen bei 17 Prozent. Die Linke kam auf sieben Prozent, der Südschleswigsche Wählerverband und die FDP auf je sechs Prozent.

Das Feld der Spitzenkandidierenden in Schleswig-Holstein ist inzwischen weitgehend komplett, auch wenn die abschließenden Listenaufstellungen bei etlichen Parteien noch nicht erfolgten. Günther kündigte bereits im vergangenen September an, erneut für die CDU anzutreten. Die Grünen nominierten im Juni Landessozialministerin Aminata Touré, die FDP schon im April ihren Landes- und Landtagsfraktionschef Christopher Vogt.

Die Spitzenkandidierenden von Linkspartei und AfD stehen noch nicht offiziell fest. Die Linke will ihre Landesliste am Sonntag bei einem Parteitag in Kiel beschließen. Ebenso wie die AfD ist sie aktuell nicht im Landtag vertreten. Beide Parteien scheiterten bei der Landtagswahl 2022 an der Fünfprozenthürde - die AfD mit 4,4 Prozent, die Linke mit 1,7 Prozent.

Z.Ottaviano--PV

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