Pallade Veneta - SPD in Schleswig-Holstein kürt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl

SPD in Schleswig-Holstein kürt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl


SPD in Schleswig-Holstein kürt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl
SPD in Schleswig-Holstein kürt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

Rund sieben Monate vor der nächsten Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat die SPD den früheren Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer offiziell zu ihrem Spitzenkandidaten gekürt. Ein Parteitag wählte Kämpfer, der Landeschef der Sozialdemokraten ist, am Samstag auf einem Parteitag in Lübeck mit 94,9 Prozent der Stimmen auf Platz eins der Landesliste, wie die SPD mitteilte. Am Sonntag wählte zudem die Linkspartei auf einem Parteitag in Kiel ihre Doppelspitze.

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Kämpfer war bei der SPD bereits seit Ende vergangenen Jahres als Spitzenkandidat gesetzt. Im November 2025 hatte er sich in einer Urabstimmung gegen SPD-Landtagsfraktionschefin Serpil Midyatli durchgesetzt. Im Februar 2026 übernahm Kämpfer von ihr außerdem die Führung des SPD-Landesverbands, ein Parteitag wählte ihn zum neuen Parteivorsitzenden. Kämpfer war von 2014 bis Anfang des Jahres 2026 Oberbürgermeister von Kiel. In dem Bundesland wird im April gewählt.

In Schleswig-Holstein regiert eine Koalition aus CDU und Grünen unter Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die jüngste Umfrage ist von Mitte Juli. Damals lag die SPD mit 15 Prozent hinter CDU, AfD und Grünen auf dem vierten Rang. Die CDU kam auf 27 Prozent, die AfD erreichte 18 Prozent. Die Grünen lag dicht dahinter bei 17 Prozent.

Die Linke, die seit 2012 nicht mehr im Landtag vertreten ist und bei der Landtagswahl 2022 nur 1,7 Prozent erhielt, kam in der Umfrage auf sieben Prozent. Der Südschleswigsche Wählerverband und die FDP lagen bei je sechs Prozent, das BSW wurde darin nicht gesondert ausgewiesen.

Bei dem Parteitag der Linken stimmten knapp 76 Prozent für die Kieler Kreisvorsitzende Johanna Klitzschmüller auf Platz eins der Landesliste. Finn Luca Frey, der als Direktkandidat für die Linke im Wahlkreis Segeberg Ost antritt, wurde mit 94 Prozent auf Platz zwei der Landesliste gewählt.

Das Feld der Spitzenkandierenden in Schleswig-Holstein ist damit weitgehend komplett, auch wenn die offiziellen Listenaufstellungen bei einigen Parteien noch ausstehen. Günther kündigte bereits im vergangenen September an, erneut für die CDU anzutreten. Die Grünen nominierten im Juni Landessozialministerin Aminata Touré, die FDP wählte im Juli Landes- und Landtagsfraktionschef Christopher Vogt.

Noch nicht offiziell fest steht der Spitzenkandidat der AfD. Sie ist ebenso wie die Linke aktuell nicht im Landtag vertreten. Bei der Wahl 2022 scheiterte die Partei mit 4,4 Prozent an der Fünfprozenthürde.

H.Ercolani--PV

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