Pallade Veneta - "Washington Post": Kennedy Center drohen Bankrott und baldige Schließung

"Washington Post": Kennedy Center drohen Bankrott und baldige Schließung


"Washington Post": Kennedy Center drohen Bankrott und baldige Schließung
"Washington Post": Kennedy Center drohen Bankrott und baldige Schließung / Foto: Kent Nishimura - AFP

Das renommierte Kennedy Center in Washington steht laut einem US-Medienbericht vor dem Aus. Wie die "Washington Post" am Sonntag (Ortszeit) berichtete, droht dem traditionsreichen Kulturzentrum unter anderem wegen fehlender Einnahmen der Bankrott. Laut der Zeitung vorliegenden Unterlagen soll der Verwaltungsrat voraussichtlich am Dienstag darüber abstimmen, ob das Hauptgebäude aus finanziellen und sicherheitstechnischen Gründen geschlossen werden soll.

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Laut der "Washington Post" beliefen sich die Einnahmen des Zentrums im vergangenen Geschäftsjahr auf nur etwa 124 Millionen Dollar (107 Millionen Euro), geplant waren 220 Millionen Dollar. Zudem wurde das Gebäude Anfang des Monats bei einem schweren Sturm beschädigt.

Dem Bericht zufolge warnen die Verantwortlichen davor, dass das Zentrum binnen weniger Wochen "möglicherweise nicht mehr in der Lage sein könnte, Gehälter zu zahlen oder Verträge für routinemäßige Instandhaltungsarbeiten zu erfüllen". Eine öffentliche Würdigung von US-Präsident Donald Trump im Zentrum würde aus ihrer Sicht allerdings dazu beitragen, Spenden zu sichern, um das Zentrum über Wasser zu halten.

Die Verwaltungsratsmitglieder wurden laut dem Bericht "gebeten, aus zehn Textvorschlägen auszuwählen, die an der Außenfassade des Gebäudes unterhalb des Namens angebracht werden könnten", um Trump öffentlich für die Renovierung zu würdigen.

Trump hatte der renommierten Einrichtung eine links-"woke" Haltung vorgeworfen und sich selbst an die Spitze eines Verwaltungsrats mit handverlesenen Mitgliedern gesetzt. Zudem ließ der US-Präsident seinen Namen vor dem Kennedys an der Fassade des Zentrums anbringen. Das führte zu einem langwierigen Rechtsstreit und einem Einbruch der Besucherzahlen.

Nachdem ein Bundesgericht verfügt hatte, Trumps Name müsse von der Fassade wieder verschwinden, beschloss der Verwaltungsrat kürzlich laut Medienberichten das Gegenteil. Die geplante Inschrift soll nun lauten: "Restauriert und renoviert von Präsident Donald J. Trump".

Das Kennedy Center wollte sich auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zu dem Bericht der "Washington Post" äußern. Es verwies stattdessen auf eine aktuelle Erklärung der Sprecherin Roma Daravi. Für den Zustand macht sie darin "jahrzehntelange Vernachlässigung und aufgeschobene Instandhaltungsmaßnahmen durch die vorherige Leitung" verantwortlich.

G.Riotto--PV

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