Pallade Veneta - Söder: Bund muss etwas gegen zu hohe Spritpreise unternehmen

Söder: Bund muss etwas gegen zu hohe Spritpreise unternehmen


Söder: Bund muss etwas gegen zu hohe Spritpreise unternehmen
Söder: Bund muss etwas gegen zu hohe Spritpreise unternehmen / Foto: Stefano RELLANDINI - AFP/Archiv

CSU-Chef Markus Söder hat die Bundesregierung aufgefordert, etwas gegen die auf ein Rekordniveau gestiegenen Spritpreise zu unternehmen. Er richte seine "dringende Aufforderung" an den Bund, sich zusammenzusetzen und Lösungen zu finden, sagte Söder am Montag nach einer Klausurtagung des CSU-Vorstands in München. Die Benzinpreise hatten am Wochenende ein neues Allzeithoch erreicht, der Dieselpreis liegt knapp unter Rekordlevel.

Textgröße ändern:

Als mögliche Lösung nannte Söder das Vorgehen Österreichs, das die staatlichen Mehreinnahmen durch die gestiegenen Preise an die Bürger zurückgebe. "Etwas ähnliches sollten wir auch überlegen", sagte der CSU-Chef. "Wir müssen uns überlegen, wie es uns gelingt, Geld zurückzugeben, Preise zu dämpfen, damit das Alltagsleben der Deutschen noch vertretbar und noch erträglich ist."

Auch in Berlin sorgen die hohen Spritpreise für Unbehagen, der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer verwies aber in erster Linie auf die Weltmärkte und den Nahost-Konflikt: Ein Ende der Kämpfe wäre die Lösung für die hohen Preise. Das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) lehnt staatliche Eingriffe weitgehend ab. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) spricht sich für eine Übergewinnsteuer aus, die allerdings auf europäischer Ebene erarbeitet werden soll.

Der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak forderte Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger, etwa über ein vergünstigtes Deutschlandticket. Er lehnte aber ab, dafür Steuergelder zu verwenden. Stattdessen müssten die Übergewinne der Mineralölkonzerne abgeschöpft werden. "Es ist wirklich bedauerlich, dass die Bundesregierung keinen ernsthaften Schritt übernommen hat, obwohl wir wissen, dass es möglich ist", sagte er.

Der Verband Fuels und Energie (Enx2) wies den Vorwurf zurück, die Mineralölkonzerne würden sich speziell in Deutschland an der Krise bereichern. "Nach Abzug der staatlich bedingen Preisanteile lag der Nettopreis für Diesel in Deutschland im Durchschnitt unter denen aller EU-Nachbarländer plus Italien und Spanien", erklärte unter Verweis auf eine Untersuchung von Frontier Economics. Zudem habe sich der krisenbedingte Preisanstieg in Deutschland monatsweise vergleichbar mit den anderen Ländern entwickelt.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Trump: Sohn hat russischem Geschäftsmann Geld für Hochzeitsfeier zurückgezahlt

US-Präsident Donald Trumps ältester Sohn hat einem russischen Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml das Geld zurückgezahlt, das dieser für die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des Präsidentensohnes ausgegeben hatte. Die Vorgänge seien zwar "völlig erlaubt" gewesen, "aber soweit ich weiß, hat er es ihm zurückgezahlt", sagte Trump mit Blick auf seinen Sohn am Freitag vor Journalisten im Oval Office.

Trump gibt Abkommen mit Dänemark über Grönland bekannt

"Dauerhafte Kontrolle" über die Sicherheit Grönlands: US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit Dänemark über die Zukunft der autonomen dänischen Arktisinsel bekannt gegeben. Die Vereinbarung übertrage die "dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland" an Washington, teilte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social mit. Zudem werde es "Gegnern" der USA verboten sein, eine militärische Präsenz auf der Arktisinsel zu errichten. Die Regierungen in Dänemark und Grönland begrüßten das Abkommen.

Dänische Regierungschefin Frederiksen: Grönland-Deal ist "gut für die Nato und Europa"

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen und der grönlandische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen haben das von US-Präsident Donald Trump bekanntgegebene Abkommen über die Arktisinsel Grönland begrüßt. Die Vereinbarung sei "gut für die Nato und für Europa", erklärte Frederiksen am Freitag. Nielsen fügte in einer Stellungnahme hinzu, das Abkommen "stärkt" die Sicherheit der autonomen dänischen Region.

Trump: Abkommen mit Dänemark gibt USA Kontrolle über Sicherheit Grönlands

US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit Dänemark über die Zukunft der autonomen dänischen Insel Grönland bekannt gegeben. Die Vereinbarung übertrage die "dauerhafte Kontrolle" über die Sicherheit der Insel an Washington, teilte US-Präsident Donald Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social mit. Zudem werde es "Gegnern" der USA verboten, eine militärische Präsenz auf der Arktisinsel zu errichten.

Textgröße ändern: