Pallade Veneta - Ägypten und Saudi-Arabien fordern freie Schifffahrt durch Meerenge Bab al-Mandab

Ägypten und Saudi-Arabien fordern freie Schifffahrt durch Meerenge Bab al-Mandab


Ägypten und Saudi-Arabien fordern freie Schifffahrt durch Meerenge Bab al-Mandab
Ägypten und Saudi-Arabien fordern freie Schifffahrt durch Meerenge Bab al-Mandab / Foto: - - Egyptian Presidency/AFP

Ägypten und Saudi-Arabien haben eine gefahrlose Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus und die Meerenge Bab al-Mandab gefordert. "Die Freiheit und Sicherheit der Schifffahrt" durch die beiden Meerengen müsse gewährleistet werden, erklärte das ägyptische Präsidialamt nach einem Treffen von Staatschef Abdel Fattah al-Sisi mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman am Dienstag in Kairo.

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Nach einer Blitzoffensive hatte die vom Iran unterstützten Huthi-Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste am Bab al-Mandab übernommen. Die strategisch wichtige Meerenge verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit dem Indischen Ozean. Sie ist eine wichtige Route für den internationalen Schiffsverkehr, besonders für den Export von saudiarabischem Öl ist sie zentral. Seit der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus durch Teheran seit Beginn des Iran-Kriegs hat Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen.

Die Huthis kontrollieren seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Saudi-Arabien unterstützt die jemenitischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Miliz.

Die Huthis hatten Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither saudiarabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich angegriffen. Auch am Bab al-Mandab will die Huthi-Miliz nach eigenen Angaben ausschließlich saudiarabische Schiffe attackieren. Am Dienstag gab Riad Angriffswarnungen für mehrere Landesteile heraus, hob diese aber nach kurzer Zeit wieder auf. Die saudiarabische Armee griff zudem wieder dutzende Ziele im Jemen an.

Probleme in der Meerenge Bab al-Mandab betreffen auch Ägypten, weil Schiffe das Gebiet durchfahren müssen, um von Süden her zum Suezkanal zu gelangen. Wegen der Huthi-Angriffe waren die Kanal-Einnahmen zuletzt stark gesunken.

L.Barone--PV

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