Pallade Veneta - Deutschland und Kanada wollen Entwicklung von KI "im Dienste des Menschen" vorantreiben

Deutschland und Kanada wollen Entwicklung von KI "im Dienste des Menschen" vorantreiben


Deutschland und Kanada wollen Entwicklung von KI "im Dienste des Menschen" vorantreiben
Deutschland und Kanada wollen Entwicklung von KI "im Dienste des Menschen" vorantreiben / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Angesichts der Debatte über Gefahren durch Künstliche Intelligenz (KI) wollen Deutschland und Kanada einen laut Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) "neuartigen" Ansatz mit einer millionenschweren Förderung vorantreiben. Beide Länder engagierten sich in der KI-Forschung auf der Basis der Demokratie und von Werten, sagte Wildberger am Mittwoch bei der Fachkonferenz All In im kanadischen Montréal. Sein kanadischer Kollege Evan Solomon sagte, es gehe um die Entwicklung einer KI "im Dienste des Menschen".

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Kein Land könne solch ein Projekt alleine angehen, betonte Solomon. Deshalb riefen Kanada und Deutschland eine Allianz ins Leben, um eine KI "mit unseren Werten zu entwickeln". Der Schritt erfolge in einem "entscheidenden Moment", sagte er kanadische Minister.

Beide Regierungen kündigten eine Förderung der nicht gewinnorientierten Organisation LawZero mit Hauptsitz in Montréal in Höhe von insgesamt 300 Millionen kanadischen Dollar an. Deutschland übernimmt dabei die Hälfte, was 100 Millionen Euro entspricht. Mit dem deutschen Geld sollen laut dem Bundesdigitalministerium "Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am neuen deutschen Standort" von LawZero unterstützt werden.

Laut LawZero will die Organisation ein Büro in Berlin eröffnen. Gegründet wurde die Organisation von dem bekannten KI-Wissenschaftler Yoshua Bengio von der Universität Montréal.

Ziel sei die Entwicklung einer "grundlegend neuen Form fortschrittlicher künstlicher Intelligenz, die vertrauenswürdig, sicher und leistungsfähig konzipiert" sei, erklärte das Bundesdigitalministerium in Berlin. Wildberger erläuterte, es gehe um eine "Alternative zu potenziell unkontrollierbaren autonomen KI-Agenten". Mit dem Projekt werde "die bewährte Partnerschaft" zwischen Kanada und Deutschland vertieft, fügte er hinzu.

Zuletzt waren Forderungen nach einer langsameren Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in den USA und in Europa lauter geworden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte am Mittwoch an, sie werde die führenden KI-Firmen zu Beratungen darüber einladen, "einen Gang zurückzuschalten". KI-Größen wie die US-Unternehmen OpenAI und Anthropic hatten sich für ein Drosseln der Entwicklung ausgesprochen, US-Präsident Donald Trump und Meta-Chef Mark Zuckerberg lehnen dies hingegen ab.

Die EU und Kanada möchten generell ihre Partnerschaft erheblich ausbauen. Von der Leyen schlug in einer Rede am Mittwoch im Europaparlament eine "assoziierte" Mitgliedschaft Kanadas in der EU vor. Kanada leidet ebenso wie die EU unter der unberechenbaren Handels- und Außenpolitik der USA unter Trump, weswegen beide ihr Augenmerk verstärkt auf andere Bündnisse richten.

C.Grillo--PV

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