Pallade Veneta - Letztes TV-Duell vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Schwesig in Angriffslaune

Letztes TV-Duell vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Schwesig in Angriffslaune


Letztes TV-Duell vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Schwesig in Angriffslaune
Letztes TV-Duell vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: Schwesig in Angriffslaune / Foto: Odd ANDERSEN, Tobias SCHWARZ - AFP

Vier Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sind Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und ihr Herausforderer Leif-Erik Holm (AfD) noch einmal direkt aufeinander getroffen. Beim einstündigen TV-Duell im NDR-Fernsehen zeigte sich Schwesig am Mittwochabend in Angriffslaune. Holm hatte Mühe, den vielen Attacken etwas entgegen zu halten.

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Schwesig hielt dem Bundestagsabgeordneten unter anderem vor, die AfD sei wirtschaftsfeindlich, schlecht für den sozialen Zusammenhalt sowie eine Gefahr für Frauenrechte. Für das Land sei die AfD schädlich, behauptete die 52-jährige SPD-Politikerin. Mehrfach warf sie dem 56-jährigen Holm auch vor, die Wähler zu täuschen.

Holm konterte, Schwesig polarisiere und schüre Ängste. Auch wies er mehrmals Schwesigs Behauptungen über die AfD als "Quatsch" zurück. Außerdem habe Schwesig das Land finanziell heruntergewirtschaftet. Schwesigs Vorwurf, die AfD habe Kandidaten mit rechtsextremer Vergangenheit in ihren Reihen, tat er als "Jugendsünden" ab.

Auf die Fragen der Moderatoren Susanne Stichler und Thilo Tautz äußerten sich Schwesig und Holm durchaus zu ihren meist unterschiedlichen Vorstellungen zur Bildungs-, Wirtschafts-, Energie- und Migrationspolitik. Als der ehemalige Radiomoderator Holm die von der AfD angestrebte Rundfunkreform auch mit angeblicher Desinformation und Unausgewogenheit des NDR begründete, brauchte Schwesig kaum eingreifen. Denn Stichler und Tautz hielten sofort dagegen.

Da laut den Umfragen weder die SPD noch die AfD Aussicht auf eine absolute Mehrheit in Mecklenburg-Vorpommern hat, sollten sich Schwesig und Holm zum Schluss zu möglichen Koalitionspartnern äußern. Beide wichen aus. Schwesig will gegebenenfalls "mit allen Demokraten sprechen", Holm mit allen, die bereit seien, "für das Land zu arbeiten". Er sei "gegen die Ausschließeritis".

Eine jüngste Umfrage sieht die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig knapp hinter der führenden AfD. Der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Insa für die "Bild"-Zeitung zufolge kommen die Sozialdemokraten auf 35 Prozent. Die AfD von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreicht zwei Prozentpunkte mehr und liegt mit 37 Prozent an der Spitze. Die mitregierende Linke belegt mit zehn Prozent den dritten Platz - vor der CDU mit sieben Prozent und den Grünen mit fünf Prozent. Rechnerisch hätte eine Koalition aus SPD, Linkspartei und Grünen eine Mehrheit.

C.Conti--PV

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