Pallade Veneta - Mindestens fünf Tote bei Angriffen im Jemen und in Saudi-Arabien

Mindestens fünf Tote bei Angriffen im Jemen und in Saudi-Arabien


Mindestens fünf Tote bei Angriffen im Jemen und in Saudi-Arabien
Mindestens fünf Tote bei Angriffen im Jemen und in Saudi-Arabien / Foto: - - SPA/AFP

Im eskalierenden Konflikt zwischen Huthi-Rebellen, jemenitischen Regierungstruppen und Saudi-Arabien sind am Donnerstag mindestens fünf Menschen getötet worden. Der saudiarabische Zivilschutz erklärte, herabfallende Trümmerteile einer abgeschossenen Huthi-Drohne hätten in der Region Taif östlich von Mekka zum Tod eines Menschen geführt. Der von den Huthis betriebene Fernsehsender Almasirah sprach derweil von vier Toten - darunter drei Kindern - bei Angriffen jemenitischer Einheiten und der saudiarabischen Armee.

Textgröße ändern:

Die von Teheran unterstützten Huthis hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither Ziele in dem Königreich angegriffen. Nach einer Blitzoffensive übernahm die Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Die gegenseitigen Angriffe der verfeindeten Lager nahmen daraufhin stark zu.

Herabfallende Trümmer führten nach dem Abschuss einer Huthi-Drohne in der Region Taif am Donnerstag nach Angaben des saudiarabischen Zivilschutzes "zu einem Todesopfer, zwei Verletzten sowie Sachschäden an mehreren Gebäuden und Fahrzeugen". Bei dem Toten - dem ersten Toten in Saudi-Arabien seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe - handelte es sich demnach um einen Jemeniten. Von saudiarabischen Staatsmedien veröffentlichte Bilder zeigten beschädigte Autos und Schaufenster, außerdem weitere Schäden an Gebäuden.

Saudi-Arabien hatte den Huthis am Mittwoch vorgeworfen, die für Muslime heilige Stadt Mekka mit einer Drohne angegriffen zu haben. Die Huthis wiesen das als "Lüge" zurück.

Der Huthi-Fernsehsender Almasirah meldete unterdessen drei getötete Kinder durch Angriffe der jemenitischen Regierungstruppen in der Provinz Tais. Bei den Attacken gab es demnach auch mehrere Verletzte.

Almasira berichtete auch, saudiarabische Kriegsflugzeuge hätten "drei Telekommunikations-Türme" in Tais angegriffen. Zudem seien bei weiteren Angriffen im Nordwesten des Landes ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden.

Die Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition unterstützt seit 2015 die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthis. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 kamen die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und der Miliz weitgehend zum Erliegen. Nach den neuen Gefechten ist diese Feuerpause nun praktisch hinfällig.

Die Kontrolle der Huthis über die Meerenge Bab al-Mandab ist für Saudi-Arabien ein schwerer Schlag. Die strategisch wichtige Meerenge verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und damit dem Indischen Ozean. Sie ist eine wichtige Route für den internationalen Schiffsverkehr, besonders für den Export von saudiarabischem Öl. Seit der faktischen Blockade der Straße von Hormus am Persischen Golf durch Teheran seit Beginn des Iran-Kriegs hat Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Trump: Sohn hat russischem Geschäftsmann Geld für Hochzeitsfeier zurückgezahlt

US-Präsident Donald Trumps ältester Sohn hat einem russischen Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml das Geld zurückgezahlt, das dieser für die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des Präsidentensohnes ausgegeben hatte. Die Vorgänge seien zwar "völlig erlaubt" gewesen, "aber soweit ich weiß, hat er es ihm zurückgezahlt", sagte Trump mit Blick auf seinen Sohn am Freitag vor Journalisten im Oval Office.

Trump gibt Abkommen mit Dänemark über Grönland bekannt

"Dauerhafte Kontrolle" über die Sicherheit Grönlands: US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit Dänemark über die Zukunft der autonomen dänischen Arktisinsel bekannt gegeben. Die Vereinbarung übertrage die "dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland" an Washington, teilte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social mit. Zudem werde es "Gegnern" der USA verboten sein, eine militärische Präsenz auf der Arktisinsel zu errichten. Die Regierungen in Dänemark und Grönland begrüßten das Abkommen.

Dänische Regierungschefin Frederiksen: Grönland-Deal ist "gut für die Nato und Europa"

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen und der grönlandische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen haben das von US-Präsident Donald Trump bekanntgegebene Abkommen über die Arktisinsel Grönland begrüßt. Die Vereinbarung sei "gut für die Nato und für Europa", erklärte Frederiksen am Freitag. Nielsen fügte in einer Stellungnahme hinzu, das Abkommen "stärkt" die Sicherheit der autonomen dänischen Region.

Trump: Abkommen mit Dänemark gibt USA Kontrolle über Sicherheit Grönlands

US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit Dänemark über die Zukunft der autonomen dänischen Insel Grönland bekannt gegeben. Die Vereinbarung übertrage die "dauerhafte Kontrolle" über die Sicherheit der Insel an Washington, teilte US-Präsident Donald Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social mit. Zudem werde es "Gegnern" der USA verboten, eine militärische Präsenz auf der Arktisinsel zu errichten.

Textgröße ändern: