Pallade Veneta - Klingbeil will engere Partnerschaft mit Kanada "zügig angehen"

Klingbeil will engere Partnerschaft mit Kanada "zügig angehen"


Klingbeil will engere Partnerschaft mit Kanada "zügig angehen"
Klingbeil will engere Partnerschaft mit Kanada "zügig angehen" / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat den Vorschlag einer "assoziierten" EU-Mitgliedschaft für Kanada begrüßt. "Das hat meine volle Unterstützung", sagte Klingbeil vor einem Treffen der Finanzminister der Eurogruppe am Freitag im irischen Dublin. "Wir sollten das Thema der engen Partnerschaft jetzt zügig angehen", forderte er.

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"Kanada ist viel zu lange nicht beachtet worden von Europa, auch von Deutschland", fuhr Klingbeil fort. Das Land vertrete die gleichen Werte wie die EU, bei Rohstoffen gebe es gute Kooperationsmöglichkeiten. "Es macht auch Spaß mit den Kanadiern zusammenzuarbeiten", stellte der Finanzminister fest.

Der kanadische Premierminister Mike Carney und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatten sich diese Woche im EU-Parlament in Straßburg für eine "neue Allianz" zwischen Ottawa und Brüssel stark gemacht. Von der Leyen schlug Kanada vor, "assoziiertes" Mitglied der EU zu werden, ohne darauf einzugehen, was dies konkret bedeuten würde. Klar ist aber, dass beide Seiten die Zusammenarbeit in wichtigen Bereichen wie Wirtschaft, Sicherheit und Verteidigung, Technologie und Wissenschaft vertiefen wollen.

US-Präsident Donald Trump reagierte kritisch auf die Ankündigung. "Wenn sie das tun und ich das auch nur im Geringsten als feindseligen Akt betrachte, werde ich sehr hohe Zölle verhängen oder den Handel mit Europa einstellen", drohte er. "Wenn die Absicht gut ist, ist das in Ordnung. Wenn die Absicht schlecht ist, werden wir Europa mit sehr hohen Zöllen belegen, das ist eine Möglichkeit."

Klingbeil forderte trotz der Drohungen aus den USA, dass Europa "selbstbewusst" mit einer verstärkten Zusammenarbeit mit Kanada umgehen sollte. "Dann ist mir auch ein Stück weit egal, wie Donald Trump darüber denkt", sagte Klingbeil in Irland. "Wir wollen das transatlantische Bündnis mit den USA aufrechterhalten. Aber wir sehen auch, dass die Amerikaner sich abwenden. Und jetzt kann man entweder das bedauern und jammern und das schade finden, oder wir fangen an, uns neue Partner zu suchen", sagte der Vizekanzler.

Es habe auch ohne die Gespräche mit Kanada bereits Zolldrohungen aus Washington gegeben, sagte Klingbeil weiter. "Insofern sollten wir uns ein bisschen davon freimachen, wie Donald Trump gerade drauf ist und was ihn umtreibt und womit er gerade wieder droht. Wir haben genug Länder auf dieser Welt, die mit uns enger zusammenarbeiten wollen."

A.Graziadei--PV

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