Pallade Veneta - Früherer russischer Investigativjournalist zu 22 Jahren Straflager verurteilt

Früherer russischer Investigativjournalist zu 22 Jahren Straflager verurteilt


Früherer russischer Investigativjournalist zu 22 Jahren Straflager verurteilt
Früherer russischer Investigativjournalist zu 22 Jahren Straflager verurteilt / Foto: Handout - MOSCOW CITY COURT PRESS SERVICE/AFP

Ein Gericht in Moskau hat den früheren russischen Investigativjournalisten Iwan Safronow wegen Verrats von Staatsgeheimnissen zu 22 Jahren Haft verurteilt. Safronow müsse die Haft in einer "Strafkolonie mit strengen Bedingungen" verbringen, sagte der Richter am Montag. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 24 Jahren gefordert.

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Safronow erschien in einem gläsernen Käfig auf der Anklagebank. Er trug einen grauen Trainingsanzug und eine schwarze Weste, seine Hände waren mit Handschellen gefesselt. Rund hundert Menschen verfolgten die Urteilsverkündung in dem Moskauer Gerichtsgebäude, applaudierten Safronow und skandierten "Freiheit", nachdem das Urteil verlesen worden war. Safronow lächelte und rief "Ich liebe euch!", bevor er aus dem Gerichtssaal geführt wurde, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Safronow hatte bis 2019 als Spezialist für Militär- und Weltraumfragen unter anderem für die Wirtschaftszeitung "Kommersant" gearbeitet. Bevor er im Sommer 2020 festgenommen wurde, war er als Chef-Berater der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos tätig.

Der Geheimdienst FSB beschuldigte Safronow, vertrauliche Informationen über das russische Militär, die Verteidigung und die Sicherheit gesammelt und an den Geheimdienst eines Nato-Landes weitergegeben zu haben.

Der Reporter beteuerte stets seine Unschuld. Seine Berichterstattung über das russische Militär habe auf der Analyse frei zugänglicher Quellen und Gesprächen mit Beamten beruht. Zum Prozessauftakt im April hatte Safronow den Fall als "völlige Travestie der Justiz" bezeichnet.

R.Lagomarsino--PV

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