Pallade Veneta - CSU lehnt Systemänderung bei Krankenkassen ab - Debatte um Merz-Äußerungen

CSU lehnt Systemänderung bei Krankenkassen ab - Debatte um Merz-Äußerungen


CSU lehnt Systemänderung bei Krankenkassen ab - Debatte um Merz-Äußerungen
CSU lehnt Systemänderung bei Krankenkassen ab - Debatte um Merz-Äußerungen / Foto: Michaela STACHE - AFP/Archiv

Mit Äußerungen zu möglichen Änderungen bei der Krankenversicherung hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine breite Debatte ausgelöst - und Fragen aufgeworfen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann wies am Dienstag die Interpretation zurück, der Kanzler wolle das gesamte duale System aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung auf den Prüfstand stellen. Merz habe lediglich Erleichterungen bei der Terminvergabe von Ärzten für gesetzlich Versicherte in Aussicht gestellt, sagte Hoffmann. Die Koalition sei sich bereits einig, dass hier etwas getan werden müsse.

Textgröße ändern:

Vor Journalisten in Berlin räumte Hoffmann ein, dass das Statement des Kanzlers auch anders hätte verstanden werden können. "Man hätte es vielleicht etwas mehr fokussieren können" auf das Einzelthema Terminvergabe, sagte der CSU-Politiker mit Blick auf Merz' Äußerungen. Hier werde es in der Koalition bald eine Einigung geben. "Das Nebeneinander dieser beiden Systeme hat man nicht in Frage gestellt", betonte Hoffmann.

Wie eine Verbesserung umgesetzt werden solle - etwa durch Einschränkungen bei der bevorzugten Terminvergabe an Privatpatienten - ließ Hoffmann offen: "Ich werde mich heute nicht festlegen."

Merz hatte am Montag nach den Wahlschlappen seiner Partei einen Kurswechsel bei der Frage der Krankenversicherung angedeutet. Das "Nebeneinander von privater und gesetzlicher Krankenversicherung" werde von vielen Menschen als "Gerechtigkeitsproblem" betrachtet, sagte Merz in Berlin. Er sehe das Problem und sei zu Änderungen bereit.

Ein Sprecher des Bundeskanzlers stellte nach dessen Äußerungen allerdings bereits klar, dass Merz keine grundsätzliche Änderung am bestehenden System plane. Der Bundeskanzler habe das System der Krankenversicherung nicht in Frage gestellt, sondern deutlich gemacht, dass die Bundesregierung das in der Bevölkerung verbreitete Gefühl der Ungleichbehandlung ernst nehme - "dass es aber auch gute Gründe für das bestehende System gebe".

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Lula und Bolsonaro liefern sich Fernsehduell vor Stichwahl

Eine Woche vor der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien treten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro am Sonntag (Montag 01.00 Uhr MESZ) in einer Fernsehdebatte gegeneinander an. Es ist das erste TV-Duell des linksgerichteten Präsidenten und des rechtsgerichteten Senators im Präsidentschaftswahlkampf.

"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte der republikanische Senator Thom Tillis am Samstag. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen

Zweieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA haben landesweit zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) vom Samstag richteten sich gegen die Politik und den Regierungsstil von Trump - und sollten vor den sogenannten Midterms vom 3. November Wähler mobilisieren.

SPD-Chef Klingbeil fordert von seiner Partei Bekenntnis zum Regierungswillen

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil fordert von seiner Partei beim anstehenden Parteitag im Januar ein Bekenntnis für die Regierung und den eingeschlagenen Reformkurs ein. "Ich will, dass die SPD immer ausstrahlt: Wir wollen Verantwortung", sagte Klingbeil der "Bild am Sonntag".

Textgröße ändern: