Pallade Veneta - Trump gibt neue Gespräche zwischen USA und Iran bekannt - Witkoff "zuversichtlich"

Trump gibt neue Gespräche zwischen USA und Iran bekannt - Witkoff "zuversichtlich"


Trump gibt neue Gespräche zwischen USA und Iran bekannt - Witkoff "zuversichtlich"
Trump gibt neue Gespräche zwischen USA und Iran bekannt - Witkoff "zuversichtlich" / Foto: Genya SAVILOV - AFP

Zwischen Zuckerbrot und Peitsche: US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Gesprächsanlauf mit dem Iran bekanntgegeben - nachdem er der Islamischen Republik zuvor erneut mit "Vernichtung" gedroht hatte. Trump sprach am Dienstag in New York von einem "sehr produktiven Treffen". In seiner Rede bei der UN-Generaldebatte hatte er gesagt, der Iran habe die Wahl zwischen "Größe" und "Auslöschung". Am Mittwochvormittag (Ortszeit) soll Irans Präsident Massud Peseschkian vor der UN-Vollversammlung sprechen.

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Trump sagte, das Treffen habe rund drei Stunden gedauert. Später bestätigte er, dass sein Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner die US-Delegation geleitet hätten. Beide Seiten hätten ein weiteres Gespräch "in sehr naher Zukunft vereinbart".

Trump fügte später bei einem Treffen mit Spitzenvertretern aus der Golfregion am Rande der UN-Vollversammlung hinzu: "Ich glaube, es gibt viel Dynamik für einen Abschluss - das hören wir von allen Seiten."

Witkoff und Kushner hatten vor dem vorläufigen Abbruch der Iran-Gespräche im Juni mit Teheran verhandelt. Witkoff äußerte anschließend vor Journalisten, er sei "sehr zuversichtlich" hinsichtlich des neuen Treffens mit der iranischen Seite. Einzelheiten nannte er jedoch nicht.

Später äußerte sich der US-Sondergesandte ausführlicher. "Wir haben am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen über die Vermittler lange Gespräche mit der iranischen Delegation geführt", erklärte Witkoff am Abend im Onlinedienst X.

Diese Vermittler, seien "den ganzen Tag über zwischen den beiden Seiten hin- und hergependelt". Sie hätten "eine Gesprächsrunde erfolgreich abgeschlossen, die sich hoffentlich als konstruktiv und vielversprechend erweisen wird", fügte Witkoff hinzu. Die Vermittler würden ihre Arbeit fortsetzen.

Iranischen Staatsmedien zufolge leitete Außenminister Abbas Araghtschi die Delegation aus Teheran. Er habe Witkoff über die Bedingungen Teherans für eine Öffnung der Straße von Hormus informiert. Dazu gehörten das sofortige Ende der US-Seeblockade, die Auszahlung aller durch Sanktionen eingefrorenen Vermögenswerte und ein Ende aller Kriegshandlungen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irib.

In seiner Rede vor den UN-Staats- und Regierungschefs hatte sich Trump zuvor zuversichtlich geäußert, "schnell" ein Friedensabkommen mit dem Iran schließen zu können. "Ich glaube, wir werden ein Abkommen direkt nach der Wahl schließen", sagte er in Anspielung auf die US-Kongresswahlen am 3. November.

Stattdessen könne er aber auch entscheiden, die Islamische Republik "in die Hölle" zu schicken und zu "vernichten", drohte er zugleich. Er rief die Weltgemeinschaft erneut auf, den Iran vollständig wirtschaftlich zu isolieren.

"Ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung: Wird ein Abkommen mit dem Iran geschlossen, das es ihm ermöglicht, sich neu aufzubauen und zu einer weitaus größeren Nation zu werden?", sagte Trump in seiner Rede, während der fast alle Mitglieder der iranischen Delegation den Saal verließen.

Weiter sagte Trump: "Oder vernichte ich die Islamische Republik - und zwar schnell -, sodass sie nie wieder die Chance hat, Menschen zu töten und Länder zu zerstören?"

Der US-Präsident hatte den Iran-Krieg vor fast sieben Monaten mit ausgelöst. Bisherige Vorstöße für eine Friedenslösung verliefen jedoch im Sande. Vor allem wegen der Schließung der für den Welthandel wichtigen Meerenge von Hormus ist Trump innenpolitisch unter Druck. Seinen Republikanern droht bei den Kongresswahlen eine Niederlage, weil die Treibstoffpreise massiv gestiegen sind.

T.Galgano--PV

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