Pallade Veneta - Syriens Übergangspräsident bekräftigt vor der UNO Anspruch auf den Golan

Syriens Übergangspräsident bekräftigt vor der UNO Anspruch auf den Golan


Syriens Übergangspräsident bekräftigt vor der UNO Anspruch auf den Golan
Syriens Übergangspräsident bekräftigt vor der UNO Anspruch auf den Golan / Foto: TIMOTHY A. CLARY - AFP

Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat vor der UNO in New York den Anspruch seines Landes auf die größtenteils von Israel besetzten Golanhöhen bekräftigt. "Jeder Versuch, der unsere Souveränität und das Völkerrecht verletzt, wird gestoppt", sagte al-Scharaa am Mittwoch bei der UN-Generaldebatte in New York. "Der Golan bleibt syrisches Territorium."

Textgröße ändern:

Israel hatte 1967 im Sechstagekrieg den Großteil der Golanhöhen im Süden Syriens erobert und 1981 annektiert. Die Annexion wurde bis heute lediglich von den USA und Kolumbien anerkannt. UN-Generalsekretär António Guterres hatte im Juli seine Position bekräftigt, dass der Golan Teil Syriens sei und die israelische Besatzung "nicht akzeptabel".

Nach dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 durch islamistische Gruppen unter der Führung von al-Scharaas HTS-Miliz hatte Israel Truppen in eine eigentlich neutrale UN-Pufferzone auf dem Golan entsandt. Auch führte das israelische Militär seither mehrfach Angriffe gegen Ziele tiefer im Landesinneren Syriens aus. Israel begründet sein militärisches Vorgehen mit der Notwendigkeit, Bedrohungen für seine Sicherheit abzuwehren, etwa durch die Stationierung türkischer Soldaten.

"Israel startet Angriffe gegen Syrien", sagte al-Scharaa bei der UN-Generaldebatte. Es habe 500 Luftangriffe, mehr als 1200 Grenzverletzungen und 300 Festnahmen gegeben. Dies erinnere "an eine Epoche, von der wir dachten, sie läge längst hinter uns", sagte der Übergangspräsident.

Al-Scharaa war früher Kämpfer der islamistischen HTS-Miliz, unter deren Führung Assad im Dezember 2024 gestürzt wurde. Seit Januar 2025 amtiert der 43-Jährige als Übergangspräsident in Syrien. Die Türkei ist einer seiner wichtigsten Verbündeten.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Lula und Bolsonaro liefern sich Fernsehduell vor Stichwahl

Eine Woche vor der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien treten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro am Sonntag (Montag 01.00 Uhr MESZ) in einer Fernsehdebatte gegeneinander an. Es ist das erste TV-Duell des linksgerichteten Präsidenten und des rechtsgerichteten Senators im Präsidentschaftswahlkampf.

"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte der republikanische Senator Thom Tillis am Samstag. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen

Zweieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA haben landesweit zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) vom Samstag richteten sich gegen die Politik und den Regierungsstil von Trump - und sollten vor den sogenannten Midterms vom 3. November Wähler mobilisieren.

SPD-Chef Klingbeil fordert von seiner Partei Bekenntnis zum Regierungswillen

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil fordert von seiner Partei beim anstehenden Parteitag im Januar ein Bekenntnis für die Regierung und den eingeschlagenen Reformkurs ein. "Ich will, dass die SPD immer ausstrahlt: Wir wollen Verantwortung", sagte Klingbeil der "Bild am Sonntag".

Textgröße ändern: