Pallade Veneta - Erstmals keine OSZE-Beobachter zu Wahlen in den USA eingeladen

Erstmals keine OSZE-Beobachter zu Wahlen in den USA eingeladen


Erstmals keine OSZE-Beobachter zu Wahlen in den USA eingeladen
Erstmals keine OSZE-Beobachter zu Wahlen in den USA eingeladen / Foto: Kent Nishimura - AFP

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist nach eigenen Angaben erstmals nicht zu Wahlen auf Bundesebene in den USA eingeladen worden. Die Entscheidung Washingtons, keine Beobachter zu den Kongresszwischenwahlen im November einzuladen, sei eine "deutliche Abkehr von einer bewährten demokratischen Praxis", erklärte die Organisation am Mittwoch. Sie stehe "nicht im Einklang mit den Verpflichtungen" der OSZE-Mitgliedstaaten.

Textgröße ändern:

Wie das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) der Organisation weiter mitteilte, beobachteten OSZE-Vertreter seit 2002 Kongresswahlen in den USA. Insgesamt waren sie demnach bei zwölf Wahlen auf US-Bundesebene tätig.

"Dies werden die ersten US-Wahlen auf Bundesebene seit Beginn der OSZE-Wahlbeobachtung im Land sein, zu denen die OSZE keine Einladung erhalten hat", hieß es weiter in der Mitteilung. "Ich bedauere die Entscheidung der Vereinigten Staaten zutiefst", erklärte Pere Joan Pons, der Präsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE.

Die Zwischenwahlen zum Kongress finden nach der Hälfte der Amtszeit von Präsident Donald Trump am 3. November statt. Umfragen zufolge droht Trumps Republikanern eine empfindliche Schlappe. Laut Meinungsforschern könnte die Regierungspartei die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren, im Senat droht ein Patt. Viele Wählerinnen und Wähler sind unzufrieden über den Iran-Krieg.

Die USA hatten die OSZE im Dezember aufgefordert, ihren Jahresetat bis Ende 2026 um mindestens 15 Millionen Euro zu kürzen. Washington drängte die Organisation zudem, sich auf "Missionen zur Unterstützung von Stabilität und Frieden" zu konzentrieren, statt auf die "Umgestaltung des innenpolitischen Lebens" ihrer Teilnehmerstaaten.

Die Wahlbeobachtungsmissionen der OSZE werden gemeinsam vom ODIHR mit Sitz in Warschau und der Parlamentarischen Versammlung der Organisation mit Sitz in Kopenhagen organisiert. Letztere entsendet Abgeordnete aus den OSZE-Staaten. Die gemeinsamen internationalen Missionen veröffentlichen üblicherweise Berichte über den Ablauf der Wahlen in den Teilnehmerstaaten.

Die OSZE selbst hat ihren Sitz in Wien. Sie wurde 1975 während des Kalten Krieges mit dem Ziel gegründet, die Spannungen zwischen Ost und West abzubauen. Der Organisation gehören Staaten aus Europa, Zentralasien und Nordamerika an.

D.Bruno--PV

Empfohlen

CDU-interne Kritik an Dominanz des Wirtschaftsflügels - Warnungen vor Niedergang

In der CDU gibt es nach schweren Niederlagen bei den Landtagswahlen heftige Kritik an der Dominanz des Wirtschaftsflügels. "Wenn wir in das rein wirtschaftsliberale Lager gehen, zerstört das die CDU", sagte das langjährige CDU-Bundesvorstandsmitglied Elmar Brok der "Süddeutschen Zeitung" vom Donnerstag. Der Wirtschaftsflügel spiele in der Bundestagsfraktion eine viel zu starke Rolle, kritisierte er.

Erstmals keine OSZE-Beobachter zu US-Wahlen eingeladen - Kritik aus Berlin

Erstmals seit Beginn ihrer Wahlbeobachtung in den USA ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nicht zu einer US-Bundeswahl eingeladen worden. Washingtons Entscheidung zu den Kongresszwischenwahlen im November sei eine "deutliche Abkehr von einer bewährten demokratischen Praxis" und stehe "nicht im Einklang mit den Verpflichtungen" der OSZE-Teilnehmerstaaten, erklärte die Organisation am Mittwoch. Auch der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Metin Hakverdi (SPD), kritisierte die Nichteinladung.

Milei bezeichnet UNO vor Vollversammlung als "nutzlose Organisation"

Argentiniens Präsident Javier Milei hat die Vereinten Nationen während der UN-Generaldebatte scharf attackiert. Die UNO sei zu einer "nutzlosen Organisation geworden, die nur dazu dient, eine Kaste von fatal arroganten Parasiten zu ernähren, die sich als wohlmeinende Bürokraten tarnen", sagte Milei am Mittwoch in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York.

Trumps "Friedensrat" stellt Gaza-Wiederaufbauplan über 2,45 Milliarden Dollar vor

Der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene "Friedensrat" hat einen milliardenschweren Wiederaufbauplan für den Gazastreifen vorgestellt. Das am Mittwoch in New York präsentierte Vorhaben umfasst 66 Projekte über einen Zeitraum von sechs Monaten zu Notunterkünften sowie Bemühungen zur wirtschaftlichen Erholung. Vorgesehen ist ein Budget von 2,45 Milliarden US-Dollar (2,15 Milliarden Euro).

Textgröße ändern: