Pallade Veneta - CDU-Außenpolitiker kritisiert Treffen von Wadephul und Lawrow

CDU-Außenpolitiker kritisiert Treffen von Wadephul und Lawrow


CDU-Außenpolitiker kritisiert Treffen von Wadephul und Lawrow
CDU-Außenpolitiker kritisiert Treffen von Wadephul und Lawrow / Foto: CHARLY TRIBALLEAU - AFP

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat das Treffen von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in New York scharf kritisiert. "Ich sehe das Treffen sehr kritisch. Im Nachhinein wäre ein Telefonat klüger gewesen. Denn das Ergebnis bleibt das Gleiche", sagte Kiesewetter der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ", Montagsausgabe). Den Glauben, dass sich mit Russland verhandeln lasse, habe Lawrow "wie immer lächerlich gemacht".

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Bei dem Treffen sei weder für die Ukraine etwas erreicht worden noch für die Sicherheit Deutschlands, beanstandete Kiesewetter. Im Gegenteil erlebten die zwischen Deutschland und Russland liegenden Staaten den "alten Albtraum" einer Kommunikation zwischen Berlin und Moskau über ihre Köpfe und den der Ukraine hinweg. Das Treffen hinterlasse den Eindruck eines deutschen Sonderwegs. "Die deutsche Außenpolitik hat damit leider nichts erreicht außer falschen Hoffnungen und Verwirrung", sagte Kiesewetter.

Wadephul und Lawrow waren am Samstag am Rande der UN-Generaldebatte in New York zusammengetroffen. Es war das erste Treffen der Außenminister aus Deutschland und Russland seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren. Eine Annäherung gab es aber nicht. Bei dem Gespräch seien die "fundamentalen Unterschiede" bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden, sagte Wadephul der ARD.

Nach Angaben aus deutschen Delegationskreisen forderte Wadephul Russland bei dem Treffen auf, "den gefährlichen Weg der Eskalation gegenüber Deutschland, Europa und der Nato zu verlassen".

Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner lobte indes das Treffen. Das Signal sei: "Die Europäer sind noch da", sagte Stegner der "FAZ". Es sei klar, dass es nach so einem ersten Gespräch kein direktes Entgegenkommen gebe. Trotzdem sei es wichtig, die Diplomatie nicht allein den USA zu überlassen.

Stegner begrüßte auch die Einladung von US-Präsident Donald Trump an den russischen Staatschef Wladimir Putin zum Gipfel der G20-Staatengruppe im Dezember in Miami im US-Bundesstaat Florida. Diese Einladung könne eine Chance sein, sagte der SPD-Politiker.

R.Zarlengo--PV

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