Pallade Veneta - Anschlagsgefahr: Fünf bei Luftwaffenstützpunkt in England festgenommene Männer sind Briten

Anschlagsgefahr: Fünf bei Luftwaffenstützpunkt in England festgenommene Männer sind Briten


Anschlagsgefahr: Fünf bei Luftwaffenstützpunkt in England festgenommene Männer sind Briten
Anschlagsgefahr: Fünf bei Luftwaffenstützpunkt in England festgenommene Männer sind Briten / Foto: Ben STANSALL - AFP

Bei den fünf Männern, die wegen möglicher Anschlagspläne in der Nähe eines auch von den USA genutzten britischen Luftwaffenstützpunktes festgenommen wurden, handelt es sich nach Behördenangaben um britische Staatsbürger. Die Männer zwischen 23 und 25 Jahren wohnen alle in London, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die iranische Botschaft in London wies Berichte über eine Verwicklung Teherans "kategorisch" zurück.

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Die Männer waren am Sonntagmorgen wegen "Verdachts der Vorbereitung eines Terroranschlags" und Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen worden. In der Nacht war die Polizei zu dem auch von der US-Luftwaffe genutzten Stützpunkt Fairford im Südwesten Englands gerufen worden, nachdem in dem Gebiet drei "verdächtige" weiße Lieferwagen beobachtet worden waren.

Einer der Männer sei 25 Jahre alt, drei Männer 24 und einer 23 Jahre alt, teilte die Polizei weiter mit. Sie arbeite daran, "die genauen Umstände der Aktivitäten der Festgenommenen zu ermitteln, ihr Wissen und ihre Motivation im Zusammenhang mit diesem Vorfall". Britische Zeitungen veröffentlichten am Montag ein Foto, das die Männer nach ihrer Festnahme mit Handschellen und nacktem Oberkörper am Boden sitzend zeigt.

Sonderermittler der Anti-Terror-Polizei hätten "die ganze Nacht über den Tatort untersucht und diverse Maßnahmen vorgenommen, wodurch sich mehrere neue Ermittlungsansätze ergeben" hätten, teilte die Polizei weiter mit.

Zur Art der Bedrohung machten die Behörden bislang keine näheren Angaben. Laut einem Bericht der Zeitung "Times" waren nach Geheimdienstinformationen über eine Bedrohung für Militärbasen die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden, vor allem in Fairford.

Britische Medien berichteten am Montag, die Anti-Terror-Polizei prüfe eine mögliche Verbindung zum Iran.

Die iranische Botschaft verurteilte nun "auf das Schärfste" die Berichte, wonach Teheran in mögliche Anschlagspläne verwickelt sei, und wies diese "kategorisch" zurück. Im Onlinedienst X erklärte die Botschaft, sie verurteile "die jüngsten unbegründeten und böswilligen Spekulationen, die von einigen britischen Personen und Medien veröffentlicht wurden und versuchten, den Iran" in Zusammenhang mit dem Vorfall in der Nähe der Luftwaffenbasis Fairford der Royal Air Force zu bringen.

Das britische Innenministerium hatte dem Iran und Russland in der Vergangenheit vorgeworfen, auf Mittelsmänner zurückzugreifen, um kriminelle Aktivitäten auf britischem Territorium auszuführen.

US-Präsident Donald Trump hatte in der Nacht zum Montag auf eine Frage nach den Festgenommenen gesagt: "Wir wissen alles über sie." Auf die Frage, ob es eine Verbindung zum Iran gebe, schien Trump zu nicken. "Sie werden sehr bald davon hören. Wir haben sie geschnappt", sagte Trump, ohne weitere Angaben zu machen.

Zuvor hatte der US-Präsident gesagt, die Verdächtigen hätten "großen Schaden" an dem Stützpunkt anrichten wollen, auf dem auch US-Kampfflugzeuge stationiert sind.

Das Dorf Whelford in der Nähe des Stützpunkts, in dem die fünf Männer festgenommen wurden, war am Sonntag evakuiert worden. Es war am Montagmorgen weiter abgeriegelt, die Bewohner mussten die Nacht in anderen Unterkünften verbringen.

Eine Dorfbewohnerin hatte britischen Medien erzählt, sie habe den Notruf gewählt, nachdem sie drei Lieferwagen gesehen habe, die eine Straße blockierten, und eine Gruppe von Männern mit Kapuzen und Sturmhauben. Dem Rundfunksender BBC sagte die Frau, deren Name nicht genannt wurde, die Polizei habe die Gefahr "auf die leichte Schulter genommen".

Verteidigungsminister Wes Streeting lobte die Reaktion der Frau, betonte aber, die Frau habe ein "unvollständiges Bild" gehabt. Die Polizei sei über die Situation informiert gewesen, bevor der Notruf eingegangen sei.

Die Tore zur Luftwaffenbasis waren am Montag AFP-Reportern zufolge durch schwere Baufahrzeuge blockiert.

Im März hatte die britische Regierung "defensive" US-Aktionen gegen iranische Raketenstellungen von zwei britischen Militärbasen aus genehmigt, eine der beiden Basen ist Fairford. Seitdem wurden immer wieder US-Kampfjets und andere Flugzeuge beim Start und bei der Landung auf dem umzäunten Stützpunkt beobachtet.

Die Luftwaffenbasis Fairford war von der US-Armee schon während des Golfkriegs Anfang der 1990er Jahre und während des Irak-Krieges 2003 genutzt worden.

M.Jacobucci--PV

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