Pallade Veneta - Eine Tote bei russischem Angriff auf Akademie der Wissenschaften in Kiew

Eine Tote bei russischem Angriff auf Akademie der Wissenschaften in Kiew


Eine Tote bei russischem Angriff auf Akademie der Wissenschaften in Kiew
Eine Tote bei russischem Angriff auf Akademie der Wissenschaften in Kiew / Foto: Genya SAVILOV - AFP

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im normalerweise gut geschützten Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach ukrainischen Angaben eine Frau getötet worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag. Derweil wurde nach ukrainischen Angaben ein Grenzübergang zu Polen bei einem russischen Drohnenangriff beschädigt.

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Videos in Onlinediensten zeigten dichten Rauch, der aus den Fenstern des Gebäudes der Akademie der Wissenschaften drang, während die Feuerwehr versuchte, die Flammen zu löschen. Menschen drängten sich in den Fensterstöcken, um den Flammen und dem Rauch zu entkommen. Auf der Straße vor dem Gebäudekomplex in Kiew brannten mehrere Autos.

Die Akademie der Wissenschaften, die nahe der Nationaloper, mehrerer Regierungsgebäude und der deutschen Botschaft liegt, verurteilt den Angriff als "russischen Terror" und "Barbarei". Die Attacke habe sich gegen "friedliche Menschen, die einfach nur an ihren Arbeitsplätzen waren" sowie "die ukrainische Wissenschaft, Bildung und Kultur" gerichtet.

Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte den Angriff "auf das Schärfste". Russland nehme "erneut zivile Todesopfer und Verletzte in Kauf - auch in unmittelbarer Nähe unserer Botschaft", erklärte das Auswärtige Amt im Onlinedienst X. "Wir unterstützen die Ukraine weiter."

Selenskyj erklärte, bei einem weiteren Angriff auf Kiew sei eine medizinische Einrichtung getroffen worden. Drei Menschen wurden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanscha zudem in der Stadt Dnipro getötet. Ein weiterer Mensch sei in Synelnykowe getötet worden.

Bei einem russischen Angriff auf die nordostukrainische Metropole Charkiw seien mindestens 43 Menschen verletzt worden, erklärte Regierungschef Serhij Korezky. Darunter seien elf Kinder. Dem Regierungschef zufolge wurde außerdem eine Eisfabrik in der Region Schytomyr westlich von Kiew beschädigt, ebenso seien Wohngebäude in verschiedenen Teilen des Landes beschädigt worden. 30 Zivilisten wurden nach Angaben der örtlichen Militärverwaltung bei Angriffen auf Saporischschja im Südosten der Ukraine verletzt.

Nach ukrainischen Angaben hat die russische Armee zuletzt verstärkt kulturelle Einrichtungen, Regierungs- und Geschäftsgebäude sowie Schulen ins Visier genommen. Anfang September hatte eine Drohne das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes SBU getroffen. Dabei setzt Moskau offenbar verstärkt auf neuartige Drohnen, die schneller fliegen und schwieriger abzufangen sind. Laut Experten sind in ihnen Triebwerke aus chinesischer Produktion verbaut.

Im Westen der Ukraine wurde derweil nach Angaben des örtlichen Gouverneurs ein Grenzübergang zu Polen bei einem russischen Drohnenangriff beschädigt. Der Drohnenangriff auf das ukrainische Dorf Starowoitowe habe eine Druckwelle verursacht, die ein Kontrollgebäude am Grenzübergang zu Polen beschädigt habe, erklärte der Gouverneur der westukrainischen Region Wolhynien, Roman Romaniuk. Nach ersten Erkenntnissen sei niemand verletzt worden.

Der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz bestätigte den Drohnenangriff. "Es gab keine Verletzung des polnischen Luftraums. Unsere Luftabwehrsysteme und unsere Flugzeuge waren bereit, zu reagieren", erklärte er im Onlinedienst X. Russland äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Polen grenzt unter anderem an die russische Exklave Kaliningrad, das mit Russland verbündete Belarus und an die Ukraine. In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen Nato-Ländern gegeben, darunter in Polen.

Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der wichtigsten Unterstützer der Ukraine und ein wichtiger Umschlagsort für militärische und humanitäre Hilfsgüter der Unterstützerländer für die Ukraine. Polen hat Russland seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 wiederholt "Sabotage" vorgeworfen.

N.Tartaglione--PV

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