Pallade Veneta - Baerbock sichert bei Überraschungsbesuch in Kiew weitere deutsche Unterstützung zu

Baerbock sichert bei Überraschungsbesuch in Kiew weitere deutsche Unterstützung zu


Baerbock sichert bei  Überraschungsbesuch in Kiew weitere deutsche Unterstützung zu
Baerbock sichert bei Überraschungsbesuch in Kiew weitere deutsche Unterstützung zu / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) ist am Samstag zum zweiten Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs zu einem Überraschungsbesuch in Kiew eingetroffen. "Ich bin heute nach Kiew gereist, um zu zeigen, dass sie sich weiter auf uns verlassen können", sagte Baerbock mit Blick auf die Menschen in der Ukraine nach Angaben des Auswärtigen Amts. Berlin werde der Ukraine "weiter beistehen, so lange es nötig ist".

Textgröße ändern:

Baerbock sagte demnach, Deutschland werde auch künftig "mit der Lieferung von Waffen, mit humanitärer und finanzieller Unterstützung" helfen. Die Ukrainerinnen und Ukrainer kämpften "um alles". Das Land stemme sich "gegen die russische Aggression, nicht nur um ihr menschengegebenes Recht auf Frieden und Freiheit sondern auch unsere europäische Friedensordnung zu verteidigen".

In den vergangenen Wochen hatte Deutschland der Ukraine Haubitzen, Raketenwerfer und Luftabwehrraketen geschickt. Schwerere Waffen wie Flugabwehrsysteme, auf Pick-up-Fahrzeugen montierte Raketenwerfer und Anti-Drohnen-Ausrüstung sind Bestandteil eines weiteren Militärhilfepakets Berlins für Kiew im Umfang von über 500 Millionen Euro. Anfang dieser Woche kündigte die Bundesregierung zudem an, gemeinsam mit den Niederlanden ukrainische Soldaten in der Minenräumung auszubilden.

Die Außenministerin warnte vor der Strategie des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der darauf setze, "dass wir der Anteilnahme am Leid der Ukraine müde werden" und "dass er uns die Energie nehmen kann, uns gegen diesen brutalen Angriff auf unser aller Werte zu verteidigen". Diese Rechnung Putins "darf und wird nicht aufgehen", erklärte Baerbock weiter. Ganz Europa wisse, "dass die Ukraine unsere Friedensordnung verteidigt".

Baerbock unterstrich in Kiew die Unterstützung Deutschlands bei der Räumung von Minen und Kampfstoffen - und bei der Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen. Die von Berlin geförderten Projekte sorgten "für ein wenig Mehr an Freiheit und Sicherheit", sagte die Außenministerin. Damit Kriegsverbrechen nicht ungesühnt blieben, helfe Deutschland zudem bei "der Aufarbeitung begangener Kriegsverbrechen". Unter anderem habe die Bundesregierung einen Staatsanwalt und weitere Experten in die Ukraine entsandt.

Es ist Baerbocks zweiter Besuch in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar. Zu ihrem ersten Besuch war Baerbock im Mai gereist. Sie war damals das erste Mitglied der Bundesregierung, das das Land nach der Invasion besuchte. Unter anderem besuchte Baerbock die Kiewer Vorstadt Butscha und eröffnete die deutsche Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt wieder.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Trump zieht nach Blockade von Dekret zu Briefwahleinschränkungen vor Oberstes Gericht

Die US-Regierung ist wegen der von einem Bundesgericht blockierten Pläne von Präsident Donald Trump zur erschwerten Briefwahl erneut vors Oberste Gericht gezogen. Mit einem vom Regierungsanwalt John Sauer am Donnerstag eingereichten Eilantrag will die Regierung die Umsetzung eines Dekrets erwirken, mit dem die Briefwahl zwei Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen zum US-Kongress strenger geregelt werden soll. Damit spitzt sich der Rechtsstreit wenige Tage vor dem Versand der ersten Briefwahlunterlagen an die Wähler in einigen Bundesstaaten deutlich zu.

Innenminister Dobrindt und EU-Kollegen beraten in Kopenhagen über Abschiebezentren

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und die für Migration zuständigen Minister Dänemarks, der Niederlande, Österreichs und Griechenlands beraten am Freitag in Kopenhagen über Abschiebezentren für Migranten außerhalb der EU. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums will Dobrindt als Gast beim dänischen Einwanderungsminister Morten Bödskov über den Plan zur Umsetzung der so genannten Return Hubs berichten (Pk. 13.30 Uhr). Bei dem Treffen wird demnach "die letzte Vorbereitungsphase" eingeleitet. Auch EU-Innenkommissar Magnus Brunner soll bei dem Treffen dabei sein.

Prägend für "Generationen von Frauen": US-Feministin Gloria Steinem mit 92 Jahren gestorben

Die US-Journalistin und feministische Galionsfigur Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Steinem starb am Mittwoch in ihrem Zuhause in New York, wie ihre Stiftung am Donnerstag im Onlinedienst Instagram mitteilte. In den 70er Jahren hatte Steinem die feministische Zeitschrift "Ms." gegründet. Sie gehörte zu den prominentesten Vertreterinnen der Frauenrechtsbewegung in den USA. Prominente US-Demokraten würdigten ihre Vorreiterrolle für "Genrationen von Frauen".

Polizeieinsatz wegen verdächtigen Gegenstands an Umspannwerk in Dormagen

Wegen eines verdächtigen Gegenstands ist die Polizei am Donnerstag zu einem Einsatz an einem Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Dormagen ausgerückt. Ein Spaziergänger habe den nicht näher benannten Gegenstand am frühen Abend im Bereich der Anlage im Stadtteil Gohr auf dem Boden gefunden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Neuss. Das Fundstück sei beschlagnahmt worden. Zuerst hatte der Westdeutsche Rundfunk berichtet.

Textgröße ändern: