Pallade Veneta - Sicherheitspraktiken bei KI: US-Behörde knöpft sich Anthropic und OpenAI vor

Sicherheitspraktiken bei KI: US-Behörde knöpft sich Anthropic und OpenAI vor


Sicherheitspraktiken bei KI: US-Behörde knöpft sich Anthropic und OpenAI vor
Sicherheitspraktiken bei KI: US-Behörde knöpft sich Anthropic und OpenAI vor / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP/Archiv

Die Sicherheitsvorfälle rund um ausgebüxte Systeme für Künstliche Intelligenz (KI) rufen US-Medienberichten zufolge die Verbraucherschutzbehörde des Landes auf den Plan. Die Federal Trade Commission (FTC) habe eine umfassende Untersuchung zu den KI-Risiken bei den Unternehmen Anthropic und OpenAI eingeleitet, schrieb am Mittwoch die "Washington Post"; auch weitere US-Medien berichteten darüber. Es gibt wachsende Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von KI.

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Die FTC hat weitreichende Befugnisse zur Untersuchung unlauterer oder irreführender Praktiken, die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA betreffen. Einzelheiten zum Umfang der Untersuchung waren zunächst noch unklar - und die Einleitung einer Untersuchung bedeutet nicht automatisch, dass den Unternehmen ein Fehlverhalten vorgeworfen wird. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AFP äußerten sich die Behörde und die Unternehmen bislang nicht zu den Berichten.

Im Falle von OpenAI hatte die FTC bereits 2023 Ermittlungen eingeleitet, um zu prüfen, ob der KI-Chatbot ChatGPT Verbrauchern womöglich Schaden zugefügt haben könnte - etwa weil das System falsche Informationen generierte oder Daten missbräuchlich verarbeitete. Diese Untersuchung war allerdings ohne Folgen geblieben.

Zuletzt hat sich die KI-Debatte verstärkt auf eine mögliche Bedrohung durch die Systeme selbst verlagert: So hatten Anthropic und OpenAI mehrere Fälle gemeldet, in denen KI-Systeme aus ihrer Testumgebung ausgebrochen waren und eine Reihe von Cybersicherheitsvorfällen ausgelöst hatten. Die Chefs von Anthropic und OpenAI, Dario Amodei und Sam Altman, riefen deshalb zu einer kollektiven Verlangsamung der KI-Entwicklung auf, ungeachtet des Konkurrenzkampfs beider Unternehmen.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump setzt hingegen vor allem darauf, dass sich die KI-Branche selbst reguliert. Allerdings spielt das Thema auch vor den wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress Anfang November eine große Rolle: Viele Wählerinnen und Wähler stehen der KI-Entwicklung skeptisch gegenüber und befürchten weitreichende gesellschaftliche Umwälzungen.

Der US-Technologieriese Google stellte am Mittwoch unterdessen sein fortschrittliches KI-Modell Gemini 4 vor. Der Zugang soll allerdings zunächst auf einen kleinen Kreis von Cybersicherheitsexperten beschränkt bleiben.

L.Barone--PV

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