Pallade Veneta - Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung

Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung


Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung
Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung / Foto: ROBERTO SCHMIDT - AFP/Archiv

Die Familie der von der US-Einwanderungsbehörde ICE getöteten US-Bürgerin Renee Good verklagt die Regierung von Präsident Donald Trump. Wie aus Gerichtsdokumenten vom Donnerstag hervorgeht, wurden zwei Klagen auf Bundesebene eingereicht, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Die Angehörigen von Good fordern zudem Schadenersatz. Die 37-jährige Good war am 7. Januar in der Stadt Minneapolis am Rande von Protesten gegen Abschieberazzien erschossen worden.

Textgröße ändern:

Die erste Klage richtet sich gegen die US-Regierung. Die zweite ist gegen den ICE-Mitarbeiter gerichtet, der die 37-Jährige erschossen hatte, aber auch hochrangige Vertreter der Trump-Regierung wie die damalige Heimatschutzministerin Kristi Noem und den stellvertretenden Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller. Beide hatten Good "Terrorismus" vorgeworfen; Noem hatte zudem vor Medien trotz eines Videos, welches das Gegenteil bewies, gesagt, Good habe versucht, einen Polizeibeamten zu überfahren.

"Renees Tod war kein Unfall", erklärten die Anwälte der Familie. Sie bezeichneten ihn als das "vorhersehbare Ergebnis" einer Politik, die aggressive Konfrontationen fördere. Die Trump-Regierung hatte ihr hartes Vorgehen gegen Einwanderer und das Verhalten ihrer Mitarbeiter der Einwanderungsbehörden verteidigt und erklärt, dass das Handeln des ICE-Mitarbeiters gerechtfertigt gewesen sei.

Die unbewaffnete Good war am 7. Januar am Rande von Protesten gegen Abschieberazzien der US-Einwanderungspolizei in Minneapolis erschossen worden. Zwei Wochen später wurde ein weiterer US-Bürger getötet. Die Tötungen heizten die Proteste gegen die Massenabschiebungen von Präsident Trump und gegen ICE weiter an.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Lula und Bolsonaro liefern sich Fernsehduell vor Stichwahl

Eine Woche vor der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien treten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro am Sonntag (Montag 01.00 Uhr MESZ) in einer Fernsehdebatte gegeneinander an. Es ist das erste TV-Duell des linksgerichteten Präsidenten und des rechtsgerichteten Senators im Präsidentschaftswahlkampf.

"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte der republikanische Senator Thom Tillis am Samstag. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen

Zweieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA haben landesweit zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) vom Samstag richteten sich gegen die Politik und den Regierungsstil von Trump - und sollten vor den sogenannten Midterms vom 3. November Wähler mobilisieren.

SPD-Chef Klingbeil fordert von seiner Partei Bekenntnis zum Regierungswillen

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil fordert von seiner Partei beim anstehenden Parteitag im Januar ein Bekenntnis für die Regierung und den eingeschlagenen Reformkurs ein. "Ich will, dass die SPD immer ausstrahlt: Wir wollen Verantwortung", sagte Klingbeil der "Bild am Sonntag".

Textgröße ändern: