Pallade Veneta - Flydubai-Copilot plante nach Erkenntnissen von Ermittlern "Terrorakt"

Flydubai-Copilot plante nach Erkenntnissen von Ermittlern "Terrorakt"


Flydubai-Copilot plante nach Erkenntnissen von Ermittlern "Terrorakt"
Flydubai-Copilot plante nach Erkenntnissen von Ermittlern "Terrorakt" / Foto: Jack GUEZ - AFP

Der Anschlagsverdacht gegen den Copiloten der Flydubai-Maschine hat sich erhärtet. Der Mann habe einen "Terrorakt" geplant, teilte der Generalstaatsanwalt der Vereinigten Arabischen Emirate, Hamad Saif al-Schamsi, am Samstag aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse mit. Der Copilot habe den Kapitän während des Flugs von Dubai nach Israel mit der Rettungsaxt im Cockpit angegriffen. Angaben zum Motiv der Tat machte der Generalstaatsanwalt nicht. Es werde weiter ermittelt.

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Der Copilot habe am Mittwoch versucht, "das Kommando über das Flugzeug" zu übernehmen, sagte al-Schamsi laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM. Passagiere konnten den Angreifer jedoch überwältigen, eine zweite Crew an Bord landete die Maschine mit 166 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern dann sicher in Saudi-Arabien.

Der Copilot befindet sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Gewahrsam. Der schwer verletzte indische Pilot Smit Machchhar liegt dort in einem Krankenhaus.

Vor der Mitteilung des emiratischen Generalstaatsanwalts hatten mehrere Medien wie unter anderem das "Wall Street Journal" berichtet, der aus dem Oman stammende Copilot habe dort aufgrund extremistischer Ansichten nicht mehr fliegen dürfen.

Laut dem US-Sender CNN hatte der Mann im vergangenen Jahr aufgrund von Bedenken hinsichtlich extremistischer Ansichten seine Stelle bei Oman Air verloren, der nationalen Fluggesellschaft des Oman. Danach habe er sich erfolglos bei der Fluggesellschaft Emirates beworben und sei schließlich zu Flydubai gegangen.

Der saudiarabische Nachrichtensender Al-Arabiya berichtete unter Berufung auf eine informierte Quelle, die Behörden im Oman hätten festgestellt, dass der Copilot extremistische Ansichten vertrete. Der Mann habe sich auch eine Zeit lang in Syrien aufgehalten, was die Sorge geweckt habe, er könne dort von radikalen Gruppen beeinflusst worden sein.

Der US-Sender ABC News berichtete unter Berufung auf hochrangige Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte, der Verdächtige sei bereits während seiner Ausbildung im Besitz extremistischer Materialien gewesen.

Die israelische Regierung hatte schon zuvor von einem vereitelten Anschlag auf die Maschine der Fluggesellschaft Flydubai gesprochen. Das Flugzeug hatte auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv massiv an Höhe verloren. Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hatte der Copilot den Piloten niedergestochen, um das Flugzeug zum Absturz zu bringen.

Netanjahu sagte später dem US-Sender Fox News, Israel werde prüfen, wie der Mann die erforderlichen Sicherheitsvoraussetzungen für Flüge nach Israel habe erfüllen können.

Am Samstag landete laut der Website des Flughafens Ben-Gurion der erste israelische Flug aus den Vereinigten Arabischen Emiraten seit dem Angriff in Tel Aviv. Flydubai hatte seine Verbindung nach dem Angriff ausgesetzt.

E.Magrini--PV

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