Pallade Veneta - Hamburg behält zunächst weiter Vorsitz der Justizministerkonferenz

Hamburg behält zunächst weiter Vorsitz der Justizministerkonferenz


Hamburg behält zunächst weiter Vorsitz der Justizministerkonferenz
Hamburg behält zunächst weiter Vorsitz der Justizministerkonferenz / Foto: Gregor Fischer - AFP/Archiv

Abweichend vom üblichen Turnus behält Hamburg zunächst weiterhin den Vorsitz der Justizministerkonferenz. Die Hamburger Justizbehörde begründete dies am Sonntag mit der andauernden Regierungsbildung nach der Wahl in Sachsen-Anhalt, aus der die AfD als stärkste Kraft hervorgegangen war. Nach dem üblichen Wechselsystem hätte eigentlich Sachsen-Anhalt mit Beginn des Jahres 2027 den Vorsitz der Justizministerkonferenz von Hamburg übernommen.

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Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) wird nun ihren Vorsitz in der Länderministerrunde um ein halbes Jahr verlängern, bevor Hessen dann im kommenden Juli den Staffelstab vorzeitig übernimmt. 2028 führt Hessen dann den Vorsitz der Justizministerkonferenz regulär fort.

Dies wurde der Hamburger Behörde zufolge "in enger Abstimmung im Kreis der Justizministerien der Länder vereinbart". Damit solle "die reibungslose Durchführung der Justizministerkonferenz" und der anstehenden turnusgemäßen Treffen gewährleistet werden.

Die Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister dient der Koordination und Abstimmung der justiz- und rechtspolitischen Vorhaben der Länder. Zweimal jährlich gibt es reguläre Treffen.

Zuvor hatten bereits die Regierungschefs und -chefinnen der Länder entschieden, dass Rheinland-Pfalz für ein weiteres Jahr den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) behält. Eigentlich hätte auch in diesem Fall Sachsen-Anhalt turnusgemäß ab Oktober den jährlich wechselnden Vorsitz übernehmen sollen. Der noch amtierende Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) schlug jedoch angesichts der unklaren Lage nach der Landtagswahl eine Verschiebung des Wechsels vor.

Die AfD, die bei der Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt mit Abstand stärkste Kraft geworden war, sucht derzeit in Gesprächen vor allem mit dem BSW, aber nach eigenen Angaben auch bei anderen Abgeordneten Mehrheiten, um regieren zu können. Der AfD selbst fehlt die absolute Mehrheit, weshalb sie Unterstützung aus anderen Fraktionen bräuchte.

U.Paccione--PV

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