Pallade Veneta - Hacker greifen Dänemarks Melderegister an - Daten von 8,8 Millionen Menschen betroffen

Hacker greifen Dänemarks Melderegister an - Daten von 8,8 Millionen Menschen betroffen


Hacker greifen Dänemarks Melderegister an - Daten von 8,8 Millionen Menschen betroffen
Hacker greifen Dänemarks Melderegister an - Daten von 8,8 Millionen Menschen betroffen / Foto: - - AFP/Archiv

Dänemarks Digitalministerin spricht von einem "äußerst schwerwiegenden Vorfall": Hacker haben das zentrale Melderegister des Landes angegriffen und sich Zugriff auf die Daten von 8,8 Millionen Menschen verschafft. Ministerin Christina Egelund erklärte am Montag, das gesamte Ausmaß des Angriffs müsse noch erfasst werden. Die Unbekannten erlangten unter anderem Zugriff auf Namen, Adressen und Sozialversicherungsnummern von registrierten lebenden und verstorbenen Menschen. Insgesamt enthält das Register Daten von rund elf Millionen Menschen.

Textgröße ändern:

Laut dem Digitalministerium war die Verwaltung des Melderegisters CRP am Freitag über eine "Anomalie" im System "im Lauf des Septembers" informiert worden. Die Unbekannten hatten sich demnach Zugriff über den legalen Zugang eines dänischen Unternehmens verschafft. Dieser Zugang wurde mittlerweile blockiert.

"Wir sind mit allen betroffenen Behörden dabei, das gesamte Ausmaß des Vorfalls zu kartografieren", erklärte Egelund. Die Behörden ergriffen laut dem Ministerium Maßnahmen, um einen weiteren vergleichbaren Angriff zu unterbinden. Ermittlungen wurden eingeleitet. Die Urheber des Angriffs waren zunächst nicht bekannt.

Die insgesamt elf Millionen Daten der CPR betreffen Menschen, die derzeit in Dänemark leben, aber auch Menschen, die das Land verlassen haben oder verstorben sind. In Dänemark leben etwa sechs Millionen Menschen. Menschen mit einem besonderen Schutz ihres Namens und ihrer Adresse sind den Angaben zufolge nicht von dem Hackerangriff betroffen.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Nachrichtendienste warnen vor einem "gewaltsamen Konflikt mit Russland"

Die Spitzen der deutschen Sicherheitsdienste haben vor der Gefahr eines gewaltsamen Konflikts mit Russland gewarnt - und sehen Deutschland zugleich von innen bedroht. Von "keinem anderen Land" gehe aktuell eine so konkrete Bedrohung aus wie von Russland, sagte der Präsident des Bundesnachrichtendiensts (BND), Martin Jäger, am Montag. Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen mahnte zugleich, dass die Gefahr des Rechtsextremismus nicht aus dem Fokus geraten dürfe.

Neuer Marinehafen soll in Emden entstehen

Im niedersächsischen Emden soll ein neuer Marinehafen entstehen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten am Montag Bund und Land, wie das Verteidigungsministerium anschließend mitteilte. Als Begründung für den neuen Hafen wurde der geplante Aufwuchs der Bundeswehr genannt. Der aktuell einzige Nordsee-Marinehafen Wilhelmshaven könne die dadurch entstehenden neuen Anforderungen nicht alleine decken. Deshalb seien neue Optionen und bestehende Häfen geprüft worden. Die Wahl fiel dann auf Emden.

Bosnisch-serbischer Hardliner Dodik erklärt seine Partei zum Wahlsieger - Dank an Trump und Putin

Die Partei des abgesetzten bosnischen Serbenführers Milorad Dodik hat bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina offensichtlich ihre Macht erhalten können - sowohl in der Teilrepublik Srpska als auch im dreiköpfigen Staatspräsidium des Zentralstaats. "Ich erkläre, dass wir gewonnen haben", sagte der nationalistische Hardliner am Sonntag vor Unterstützern in Banja Luka. Dabei dankte er US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin. Die Wahlbeteiligung lag deutlich niedriger als bei den vorherigen Wahlen.

Linke zieht gegen Ministerin Reiche vor das Bundesverfassungsgericht

Die Linkspartei zieht im Streit um eine Äußerung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor das Bundesverfassungsgericht. Anlass für die Klage ist eine Äußerung, die Reiche auf der offiziellen Seite des Ministeriums im Onlinedienst Instagram gepostet hatte: "Antisemitismus und Enteignung gefährden Deutschland und die Wirtschaft." Die Berliner Linke sieht darin eine Verletzung des Neutralitätsgebots des Ministeriums und klagte auf Unterlassung. Ein Sprecher Reiches bestätigte am Montag, dass ein Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht eingegangen und an das Ministerium weitergeleitet worden sei.

Textgröße ändern: