Pallade Veneta - Konflikt mit Huthis: Zwölf Tote und 309 Verletzte bei Angriff auf Flughafen Riad

Konflikt mit Huthis: Zwölf Tote und 309 Verletzte bei Angriff auf Flughafen Riad


Konflikt mit Huthis: Zwölf Tote und 309 Verletzte bei Angriff auf Flughafen Riad
Konflikt mit Huthis: Zwölf Tote und 309 Verletzte bei Angriff auf Flughafen Riad / Foto: - - AFP/Archiv

Bei einem erneuten Angriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet und 309 weitere verletzt worden. Zu den Todesopfern des Angriffs vom Samstag zählten acht Ausländer, darunter ein US-Bürger, wie die zivile Luftfahrtbehörde am Sonntag erklärte. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition machte die jemenitische Huthi-Miliz für den Angriff verantwortlich und kündigte eine entschiedene Reaktion an.

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Es handelt sich um den tödlichsten Angriff in Saudi-Arabien seit 2015. Damals waren bei einem Selbstmordanschlag der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) 15 Menschen in einer Moschee im Hauptquartier der Spezialkräfte in Abha im Süden des Königreichs getötet worden.

Zu der Attacke auf den Flughafen in Riad erklärte die zivile Luftfahrtbehörde im Onlinedienst X, bei den acht ausländischen Todesopfern handele es sich um einen Menschen aus den USA, zwei Menschen aus Bangladesch, einen Palästinenser und jeweils einen Menschen aus Ägypten, Jordanien, Syrien und dem Sudan.

Weiter hieß es, die 309 Verletzten würden "in mehreren Krankenhäusern" behandelt, einige schwebten in Lebensgefahr. In der Mitteilung war außerdem von "materiellen Schäden" durch den Angriff die Rede, deren Ausmaß noch geprüft werde. Der Flugbetrieb wurde vorerst eingestellt.

Nach Angaben eines Augenzeugen schlug die Rakete am Inlandsflugterminal ein. "Ich war am Gate 403", sagte der Mann der Nachrichtenagentur AFP. "Ich sah, wie 401 getroffen wurde, ich sah Verletzte direkt vor meinen Augen. Alle rannten."

Wegen der "schweren Notsituation" bestellte das saudiarabische Gesundheitsministerium nach Angaben aus Medizinerkreisen Notärzte ein, die sich in Krankenhäusern in Riad und Umgebung um die vielen Verletzten kümmern sollten.

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition machte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen für den tödlichen Angriff verantwortlich und kündigte an, "mit Entschlossenheit auf diesen terroristischen Angriff zu reagieren". Es handele sich um ein "Kriegsverbrechen". Bei dem Beschuss eines Passagierterminals des Flughafens seien Reisende und Flughafenmitarbeiter getötet und verletzt worden.

Saudi-Arabien räumt nur selten ein, dass bei Angriffen zivile Ziele getroffen wurden. Der Flughafen von Riad war bereits am Donnerstag beschossen worden. Dabei wurden nach saudiarabischen Angaben drei Menschen aus Saudi-Arabien getötet und ein Flugzeug beschädigt. Bei einem Huthi-Angriff auf den Airport am Mittwoch waren drei Menschen aus Ägypten, Algerien und dem Sudan getötet worden.

Deutschland und andere westliche Länder raten inzwischen von einer Nutzung des Flughafens ab. Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, in Saudi-Arabien müsse mit weiteren Luftangriffen sowie mit Beeinträchtigungen des Flugverkehrs gerechnet werden.

Laut einem westlichen Diplomaten rieten mehrere westliche Botschaften in Riad ihren Mitarbeitern, den Flughafen der Hauptstadt zunächst eine Woche lang zu meiden. Die Angriffe auf den Airport treffen Saudi-Arabien, kurz bevor es im Oktober eine große Investitionskonferenz veranstaltet, zu der aus dem Ausland viele führende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft erwartet werden.

Saudi-Arabien führt seit 2015 eine Militärkoalition an, die die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Zuletzt übernahm sie nach einer Blitzoffensive die Kontrolle über große Teile der Küste an der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Meerenge Bab al-Mandab.

Nach Beginn des Iran-Kriegs, den die USA und Israel Ende Februar begonnen hatten, war auch der Konflikt im Jemen wieder eskaliert. Zudem griffen die Huthis mit Drohnen und Raketen verstärkt Flughäfen, Ölanlagen und andere zivile Ziele in Saudi-Arabien an.

US-Präsident Donald Trump erwägt inzwischen offenbar, Saudi-Arabien im Kampf gegen die Huthis zu unterstützen. Nach dem Angriff auf den Flughafen von Riad werde seine Regierung nun "sehr schnell" eine Entscheidung treffen, sagte Trump am Samstag vor Journalisten am Weißen Haus. US-Medien zufolge hatten die USA Bitten Saudi-Arabiens um militärische Unterstützung bisher abgelehnt.

D.Vanacore--PV

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