Pallade Veneta - Ilse Aigner widerspricht Pessimisten: "Unser Land ist kein Problemfall"

Ilse Aigner widerspricht Pessimisten: "Unser Land ist kein Problemfall"


Ilse Aigner widerspricht Pessimisten: "Unser Land ist kein Problemfall"
Ilse Aigner widerspricht Pessimisten: "Unser Land ist kein Problemfall" / Foto: Christof STACHE - AFP

Die als mögliche erste Bundespräsidentin gehandelte bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat vor zu viel Pessimismus in Deutschland gewarnt. "Unser Land hat Probleme. Aber unser Land ist kein Problemfall", schrieb Aigner in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Deutschland habe eine Zukunft, "und die sollten wir uns von niemandem nehmen lassen".

Textgröße ändern:

Die CSU-Politikerin räumte zugleich ein, dass viele Sorgen der Bürger berechtigt seien. Menschen sorgten sich um Arbeitsplätze, Wohlstand, soziale Absicherung, hohe Lebenshaltungskosten sowie "unkontrollierte Zuwanderung und Parallelgesellschaften". Probleme müssten offen benannt werden. "Wer berechtigte Sorgen ignoriert, überlässt den Radikalen das Feld", schreibt Aigner. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass "die Radikalen in unserem Land immer mehr die Deutungshoheit darüber gewinnen, wie es um Deutschland steht".

Aigner warb zudem für mehr Zuversicht und eine Rückbesinnung auf die politische Mitte. "Deutschland ist ein starkes, ein schönes, ein weltoffenes, ein liebenswertes Land", schrieb sie. Statt ständiger Empörung und Polarisierung brauche es "weniger Ideologie, mehr praktische Lösungen".

Aigner werden gute Chancen zugerechnet, im kommenden Jahr Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu werden. Unterstützung bekommt sie neben der CSU auch aus Reihen von CDU, SPD und Grünen. Sie wäre die erste Frau im Amt des deutschen Staatsoberhaupts.

D.Bruno--PV

Empfohlen

Anthropics KI-Modell Claude gibt US-Polizei falschen Hinweis zu Mordfall

Eine Künstliche Intelligenz (KI) des Unternehmens Anthropic hat der US-Polizei einen falschen Hinweis zu einem Mordfall gegeben. Der gefälschte Tipp sei im Juli auf der Website PhillyUnsolvedMurders.com eingegangen, berichtete die Polizei in Philadelphia am Freitag (Ortszeit). Die Behörde warf Anthropic vor, sie erst mit zwei Monaten Verspätung über den Vorfall informiert zu haben.

Ex-CSU-Chef Seehofer kritisiert Merz: "Massiver Glaubwürdigkeitsverlust"

Ex-CSU-Chef Horst Seehofer hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einen "massiven Glaubwürdigkeitsverlust" bescheinigt und dringt auf eine Kurskorrektur. Das Sofortprogramm von CDU und CSU habe an erster Stelle eine Senkung der Stromsteuer für alle versprochen – "passiert ist nichts", sagte der frühere bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag. "Friedrich Merz hat durch den Bruch von Wahlversprechen einen massiven Glaubwürdigkeitsverlust erlitten."

Mecklenburg-Vorpommern: Rot-rot-grüne Koalitionsverhandlungen starten am Montag

Grünes Licht für rot-rot-grüne Koalitionsverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern: Nach SPD und Linken haben am Wochenende auch die Grünen der Aufnahme von Gesprächen zur Regierungsbildung zugestimmt. Ein kleiner Landesparteitag in Rostock votierte am Samstag nach Angaben eines Parteisprechers einstimmig für Koalitionsverhandlungen. Diese sollen nach SPD-Angaben am Montag in Schwerin beginnen.

Länder-Unionsfraktionschefs stellen Milliardenhilfen für Berlin infrage

Die Länder-Unionsfraktionschefs Klaus Holetschek (CSU) und Andreas Bühl (CDU) stellen die finanzielle Unterstützung Berlins infrage. In einem Gastbeitrag für den "Focus" anlässlich der Klausurtagung des CDU-Präsidiums am Sonntag kritisieren die Politiker aus Bayern und Thüringen insbesondere die vorgesehenen Kulturausgaben im Rahmen des Hauptstadtvertrags. "Warum Berlin 2,9 Milliarden Euro für Kultur bekommen soll, das erschließt sich den Bürgerinnen und Bürgern in Flensburg und Rostock genauso wenig wie in Konstanz und Berchtesgaden", schreiben sie.

Textgröße ändern: