Pallade Veneta - Regierungschef will Liveübertragung von US-Hinrichtung in Australien verhindern

Regierungschef will Liveübertragung von US-Hinrichtung in Australien verhindern


Regierungschef will Liveübertragung von US-Hinrichtung in Australien verhindern
Regierungschef will Liveübertragung von US-Hinrichtung in Australien verhindern / Foto: TIMOTHY A. CLARY - AFP/Archiv

Die australische Regierung hat die geplante Liveübertragung einer Hinrichtung in den USA scharf kritisiert. Er werde alles tun, um zu verhindern, dass Nutzer in Australien die Hinrichtung im Internet verfolgen können, sagte Premierminister Anthony Albanese am Dienstag dem Sender ABC. "Ich weiß nicht, warum irgendjemand sich so ein Ereignis ansehen wollen sollte, geschweige denn tatenlos zusehen und zulassen, dass möglicherweise Kinder und Familien Zugang dazu erhalten."

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Australiens Umweltminister Murray Watt bezeichnete die geplante Liveübertragung als "absolut widerwärtig". Auch der Rechtsaußenpolitiker Barnaby Joyce und die Grünen verurteilten die Pläne. Die australische Internet-Aufsichtsbehörde erklärte jedoch, sie habe nicht die Befugnis, die Online-Übertragung der Hinrichtung zu verhindern.

Albanese räumte ein, dies sei "nicht so einfach wie das Ausschalten eines Lichtschalters". Seine Regierung werde den Betreibern von Onlinenetzwerken aber klar machen, dass "so etwas in unserem Land keinen Platz hat", betonte er. "Wenn es irgendetwas gibt, was wir tun können, werden wir es tun."

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte angekündigt, die Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Hasan durch ein militärisches Erschießungskommando live zu übertragen. Hasan war 2013 zum Tode verurteilt worden, weil er auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas 13 Menschen erschossen und rund 30 weitere verletzt hatte. Hasan wäre der erste Mensch seit 1945, der durch ein Erschießungskommando des US-Militärs hingerichtet wird.

Die Ankündigung der Liveübertragung löste bei den oppositionellen US-Demokraten, in den Reihen der Republikaner und auch international Empörung aus. US-Präsident Donald Trump, ein vehementer Verfechter der Todesstrafe, sagte am Freitag, es sei diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen worden.

Der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, äußerte am Montag Vorbehalte gegenüber der geplanten Liveübertragung. "Die Sorge wäre, dass man ein Video produzieren würde, das als Rekrutierungsinstrument für zukünftige Terroristen dienen könnte", sagte Johnson. "Wir müssen die politischen Auswirkungen all dessen gründlich durchdenken."

S.Urciuoli--PV

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