Pallade Veneta - Felipe VI. nennt Exklaven Ceuta und Melilla "unveräußerlichen Teil" Spaniens

Felipe VI. nennt Exklaven Ceuta und Melilla "unveräußerlichen Teil" Spaniens


Felipe VI. nennt Exklaven Ceuta und Melilla "unveräußerlichen Teil" Spaniens
Felipe VI. nennt Exklaven Ceuta und Melilla "unveräußerlichen Teil" Spaniens / Foto: Thomas COEX - AFP

Spaniens König Felipe VI. hat die von Marokko beanspruchten Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika bei einem Besuch als "unveräußerlichen Teil" Spaniens bezeichnet. "Die Souveränität und territoriale Integrität unseres Landes sind nicht verhandelbar", sagte Felipe am Dienstag in Ceuta rund zweieinhalb Monate nach dem Ansturm von Migranten auf Ceuta.

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Der König fügte an, Spanien und die EU hätten zugleich "den Willen und die Verantwortung, gute nachbarschaftliche Beziehungen" zu Marokko aufrechtzuerhalten.

Der spanische König äußert sich nur selten zu politischen Angelegenheiten. Er besuchte Ceuta zusammen mit Königin Letizia. Die Visite erfolgt in Abstimmung mit der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Am Mittwoch will das Königspaar das ebenfalls in Nordafrika gelegene Melilla besuchen.

Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangt, es gab dutzende Tote. Nach ihrer Ankunft kehrten die meisten Migranten nach Marokko zurück oder wurden zurückgebracht, tausende Migranten blieben aber in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave, wo sie auf der Straße oder an Stränden schlafen.

Vor dem Besuch des Königspaares hatte die Polizei am Sonntag mit Unterstützung des Militärs das letzte größere Migrantenlager in Ceuta geräumt. Die Menschen wurden mit Bussen in Auffanglager gebracht.

Nach den Vorfällen Ende Juli hatte es Spekulationen gegeben, dass Marokko die Menschen möglicherweise absichtlich nach Ceuta durchgelassen haben könnte - etwa aus Verärgerung über einen Besuch von Sánchez in Algerien im Juli. Sánchez hat eine Verantwortung Marokkos seitdem mehrfach zurückgewiesen. Die spanische Opposition hat seine Haltung scharf kritisiert.

Als bislang letzter spanischer Monarch war im Jahr 2007 Felipes Vater Juan Carlos nach Ceuta und Melilla gereist. Seine Reise löste damals eine diplomatische Krise zwischen Spanien und Marokko aus.

M.Romero--PV

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