Pallade Veneta - Westjordanland: Israelische Siedler setzen Moschee in Brand

Westjordanland: Israelische Siedler setzen Moschee in Brand


Westjordanland: Israelische Siedler setzen Moschee in Brand
Westjordanland: Israelische Siedler setzen Moschee in Brand / Foto: JOHN WESSELS - AFP

Israelische Siedler haben in der Ortschaft Mikhmas im besetzten Westjordanland eine Moschee beschmiert und in Brand gesetzt. Ein palästinensischer Anwohner berichtete der Nachrichtenagentur AFP, er habe am Mittwoch kurz nach Mitternacht das Geräusch von zersplitterndem Glas gehört und sei zu der 50 Meter entfernten Moschee geeilt. Diese habe bereits in Brand gestanden.

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"Das Feuer loderte heftig und wir riefen die Feuerwehr", berichtete Atta Kanaan. Mithilfe von Feuerlöschern gelang es demnach, den Brand einzudämmen, bevor die Flammen das gesamte Gebäude erfassten. AFP-Videoaufnahmen zeigten verbrannte Teppiche und verrußte Wände im Inneren der Moschee. Auf die Außenwände wurden Parolen auf Hebräisch gesprüht.

Die israelische Armee erklärte, nach Berichten über Vandalismus und Brandstiftung an einer Moschee seien Soldaten nach Mikhmas entsandt worden. Es wurde demnach eine Ermittlung eingeleitet, Verdächtige wurden zunächst nicht identifiziert.

Das zwischen Ramallah und Jerusalem gelegene Mikhmas grenzt an mehrere israelische Siedlungsaußenposten. Aus diesen kam es in den vergangenen Monaten mehrfach zu Übergriffen auf die Gemeinde. Laut Anwohner Kanaan organisierten die Bewohner mittlerweile aus Angst vor weiteren Angriffen Nachtwachen.

Im Westjordanland leben mehr als 500.000 israelische Siedler neben rund drei Millionen Palästinensern. Immer wieder kommt es zu Übergriffen, die Übergriffe von physischer Gewalt über Land- und Erntediebstahl bis hin zu Vandalismus an Gotteshäusern, Wohnungen und anderen Gebäuden reichen. Die israelischen Siedlungen gelten nach internationalem Recht als illegal.

E.M.Filippelli--PV

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