Bauministerin Hubertz stellt sich in SPD-Führungsdebatte hinter Klingbeil
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat ihre Unterstützung für eine erneute Kandidatur von Lars Klingbeil um den SPD-Parteivorsitz bekundet. Sie spreche sich "klar dafür aus, dass Lars Klingbeil Parteivorsitzender bleibt", sagte die SPD-Politikerin dem Nachrichtenportal t-online nach Angaben vom Donnerstagabend. Er habe nach dem überraschenden Rückzug von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin mit Alexander Schweitzer (SPD) geräuschlos einen geeigneten Nachfolger präsentiert. Mit Blick auf die anstehenden Reformen halte sie Klingbeil "für den richtigen Parteivorsitzenden und Vizekanzler".
Dazu, wer nach Bas' Rückzug von der Parteispitze den Ko-Vorsitz übernehmen könnte, äußerte sich Hubertz nicht. "Ich finde, jede potenzielle Kandidatin sollte sich jetzt die Zeit nehmen und sich überlegen: Kann ich das? Möchte ich das? Wie kann mein Beitrag aussehen?"
Über Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die für den Posten gehandelt wird, sagte Hubertz: "Sie ist eine der talentiertesten Politikerinnen, die wir in der SPD haben." Sie habe gerade "einen Bombenwahlkampf" in ihrem Bundesland geführt und "eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt".
Bas hatte am Montag ihren Rückzug erklärt. Über ihre Nachfolge und die gesamte SPD-Führungsspitze soll nun bei einem Parteitag am 16. und 17. Januar entschieden werden. Klingbeil ließ bisher offen, ob er sich erneut um das Amt als Parteichef bewirbt. Bei der Doppelspitze an der Parteispitze soll es bleiben.
F.Amato--PV