Pallade Veneta - Bericht: Bundeswehr sieht sich durch russische Sabotage direkt bedroht

Bericht: Bundeswehr sieht sich durch russische Sabotage direkt bedroht


Bericht: Bundeswehr sieht sich durch russische Sabotage direkt bedroht
Bericht: Bundeswehr sieht sich durch russische Sabotage direkt bedroht / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die Bundeswehr sieht sich laut einem Medienbericht direkt bedroht durch mögliche russische Sabotageakte. In einem internen Papier, aus dem am Mittwoch die "Süddeutsche Zeitung" zitierte, werde diese Gefahr erstmals als "erheblich" eingestuft, heiße es in dem Text, der demnach auch dem WDR vorliegt. Dies ist die zweithöchste Gefahren-Kategorie der Streitkräfte.

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Verwiesen werde auf mehrere aktuelle Drohnenfunde. Genannt würden der offensichtlich fehlgeschlagene Anschlag vom August auf dem Flughafen Leipzig/Halle sowie ein weiterer Fund in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes in Wunstorf. Diese Drohne sollte demnach möglicherweise gegen Flugzeuge der Bundeswehr eingesetzt werden. In Leipzig war von einem mutmaßlichen russischen Angriff auf dort parkende ukrainische Transportflugzeuge ausgegangen worden.

"Die Vorfälle unterstreichen, dass Russland seit geraumer Zeit nahezu sicher über die Fähigkeit und sehr wahrscheinlich jetzt auch über die gesteigerte Absicht verfügt, gegen Kräfte und Einrichtungen der Bundeswehr, aber auch Partner wie der Ukraine in Deutschland vorzugehen", heißt es laut "SZ" in der Analyse. Das Ziel sei demnach "sehr wahrscheinlich eine Zersetzungsabsicht, die sich aktuell auf die politische und gesamtgesellschaftliche Schwächung der deutschen Unterstützung für die Ukraine fokussiert".

Mit dem Einsatz von Drohnen als kinetisches Wirkmittel habe Russland "eine bisher antizipierte rote Linie der Schädigungsabsicht mit kinetischer und/oder letaler Wirkung" gegenüber der Bundesrepublik und der Bundeswehr überschritten, heißt es demnach weiter in dem Papier. Insbesondere bei dem Fall in Wunstorf sei "sehr wahrscheinlich von einer direkten Betroffenheit der Bundeswehr als Ziel auszugehen". Laut Einschätzungen der Nachrichtendienste sei zudem eine "kurzfristige Lageverschärfung zu erwarten und mit Aktionen in naher Zukunft zu rechnen".

BND-Chef Martin Jäger hatte bereits Anfang Oktober vor einem "gewaltsamen Konflikt mit Russland" gesprochen, in dem sich Deutschland befinde.

O.Pileggi--PV

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