Pallade Veneta - Sohn von Aung San Suu Kyi spricht erstmals seit fünf Jahren mit seiner Mutter

Sohn von Aung San Suu Kyi spricht erstmals seit fünf Jahren mit seiner Mutter


Sohn von Aung San Suu Kyi spricht erstmals seit fünf Jahren mit seiner Mutter
Sohn von Aung San Suu Kyi spricht erstmals seit fünf Jahren mit seiner Mutter / Foto: Handout - Spokesperson for the President of the Republic of the Union of Myanmar/AFP

Zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren hat der Sohn der in Myanmar inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wieder mit seiner Mutter sprechen können. Während des 20-minütigen Telefonats hätten sich beide vor allem über Familienangelegenheiten ausgetauscht, sagte Kim Aris am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Wir wussten, dass das Telefonat aufgezeichnet werden würde, also haben wir über nichts Sensibles gesprochen."

Textgröße ändern:

Die 81-jährige Suu Kyi steht seit dem Militärputsch im Jahr 2021 in der Hauptstadt Naypyidaw unter Hausarrest. Damals hatte das Militär die demokratisch gewählte Präsidentin und ihre Regierung entmachtet. In dem durch den Putsch ausgelösten Bürgerkrieg wurden mehr als 100.000 Menschen getötet.

Seine Mutter habe am Telefon "ziemlich gesund" geklungen, sagte Aris, der das Telefonat von der Botschaft Myanmars in London aus führte. Sie habe bestätigt, bei guter Gesundheit zu sein. "Aber mit 81 wird es nicht gerade besser", räumte er ein. Suu Kyi habe sich vor allem nach der Gesundheit ihrer Familie erkundigt. "Ich glaube, sie war sehr froh, zumindest mit mir zu sprechen. Es ist wohl ziemlich trostlos, eingesperrt zu sein", sagte Aris.

Die Sprecherin des vom Militär eingesetzten Präsidenten Min Aung Hlaing veröffentlichte Fotos des Telefonat zwischen Mutter und Sohn. Darauf ist die Friedensnobelpreisträgerin unter einem Kalender zu sehen, der auf Donnerstag datiert ist.

Die Nachricht über das Gespräch war bereits das zweite seltene Lebenszeichen von Suu Kyi in dieser Woche. Am Montag hatten die Behörden Fotos veröffentlicht, auf denen die 81-Jährige ein Paket des britischen Königs Charles III. erhält.

Laut Experten will die Militärjunta mit solchen Aufnahmen das Wohlergehen der festgehaltenen Politikerin sowie ihre Außenkontakte propagieren. In den vergangenen Monaten hatten die Behörden des Landes laut eigenen Angaben Suu Kyis Haftbedingungen gelockert, nachdem Unterstützer ein Lebenszeichen gefordert hatten.

C.Conti--PV

Empfohlen

Familiennachzug zu Flüchtling: Kind muss bei Antrag minderjährig sein

Nur Minderjährige können zu einem in Deutschland als Flüchtling anerkannten Elternteil nachziehen. Maßgeblich ist, dass das Kind zum Zeitpunkt der Beantragung des Visums noch minderjährig war, wie das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am Donnerstag entschied. Eine Nachfrist müsse nicht gewährt werden. (Az. 1 C 22.25)

Steuerschätzung: Klingbeil sieht 2027 trotz Mehreinnahmen "keine neuen Spielräume"

Der Bund wird kann im kommenden Jahr mit höheren Steuereinnahmen rechnen. Wie das Bundesfinanzministerium am Donnerstag mitteilte, geht die neue Steuerschätzung für 2027 von zusätzlichen Einnahmen von 4,1 Milliarden Euro aus. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sah aber "keine neuen Spielräume" im Haushalt und verwies auf eine weiter notwendige Konsolidierung.

Frankreich: Macron wirft "ultralinken" Gruppen Umsturzversuch vor - Verteidigungsrat soll tagen

Nach den landesweiten Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron "ultralinken" Gruppen einen versuchten Umsturz vorgeworfen. Die "organisierten" Gruppen hätten "aufrührerische Handlungen" von "äußerster Gefährlichkeit" begangen und versuchten, "die Republik zu Fall zu bringen", sagte Macron am Donnerstag in Paris. Begangene Straftaten müssten mit "größter Härte" geahndet werden, fügte er hinzu.

Presse: Bundeswehr setzt bei Flugabwehr wegen Verzögerung auf Zwischenlösung

Die Bundeswehr setzt nach einem Pressebericht beim Wiederaufbau der heereseigenen Flugabwehr auf eine Zwischenlösung, weil es beim Luftverteidigungssystem Skyranger von Rheinmetall Lieferverzögerungen gibt. Wie das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, bereitet sich der Konkurrent Diehl darauf vor, 48 Systeme zur Drohnenjagd an die Bundeswehr zu liefern. Dabei gehe es um das GARMR-System, das Drohnen mithilfe von Radaren erfassen und mit Abwehrdrohnen oder einer Maschinenkanone bekämpfen kann.

Textgröße ändern: