Pallade Veneta - Bericht: Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis auf mindestens 1600 gestiegen

Bericht: Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis auf mindestens 1600 gestiegen


Bericht: Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis auf mindestens 1600 gestiegen
Bericht: Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis auf mindestens 1600 gestiegen / Foto: Brian Blanco - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Trotz einer Gesetzesverschärfung ist die Zahl von Extremisten mit einer Waffenerlaubnis nach einem Medienbericht im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Wie der Rundfunksender NDR am Freitag unter Berufung auf eine Abfrage bei allen Innenministerien der Länder berichtete, besaßen Ende 2025 mehr als 1600 Extremisten eine waffenrechtliche Erlaubnis. Für das Jahr 2024 hatte eine NDR-Abfrage mindestens 1500 Extremisten mit Waffenerlaubnis ergeben.

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Mehr als 1300 Extremisten mit Waffenerlaubnis gehörten im vergangenen Jahr dem rechtsextremen Spektrum oder der "Reichsbürger"-Szene an, berichtete der Sender. Daneben hätten die Behörden auch Waffenerlaubnisse bei Linksextremisten, Islamisten, radikalen Querdenkern und sonstigen Extremisten erfasst.

Die Zahlen seien Mindestangaben, da nicht alle Länder vollständige Daten übersandt hätten, hieß es in dem Bericht. Die tatsächliche Anzahl dürfte demnach höher liegen.

Die genaue Zahl der Schusswaffen in der Hand von Extremisten bleibe gleichfalls unklar, weil nur elf der 16 Bundesländer darüber Auskunft gegeben hätten, heißt es in dem Bericht. Klar sei jedoch, dass es mehr als 3000 Schusswaffen seien. Auch hier besäßen Personen aus dem rechtsradikalen Spektrum inklusive der Reichsbürger-Szene die meisten Waffen.

2024 waren mehr als 4000 Schusswaffen allein in der Hand von Rechtsextremisten (2996), Reichsbürgern und Selbstverwaltern (932) sowie Personen, die eine Delegitimierung des Staates anstrebten (124). Dies ging aus einer Antwort der Bundesregierung vom Dezember 2025 auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Im vergangenen Jahr wurde dem NDR-Bericht zufolge rund 250 Mal Extremisten die waffenrechtliche Erlaubnis entzogen. Da zwei Bundesländer keine oder keine verwertbaren Daten lieferten, könne die tatsächliche Zahl höher liegen. Im Vorjahr seien dagegen allein bei Neonazis, Reichsbürgern und Selbstverwaltern 360 Waffenerlaubnisse eingezogen worden. Der Entzug ist dem Bericht zufolge kompliziert und wird auch immer wieder gerichtlich angefochten.

Das Waffenrecht war mit Blick auf Extremisten durch die Ampel-Regierung 2024 verschärft worden. Dabei wurde unter anderem der Katalog für die Verweigerung einer Waffenerlaubnis auf bestimmte staatsgefährdende und extremistische Straftaten ausgeweitet und die Zahl der Behörden erweitert, die bei der Zuverlässigkeitsprüfung regelmäßig abgefragt werden.

L.Guglielmino--PV

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