Pallade Veneta - Wadephul berät bei Treffen mit Außenministern in Istanbul über Kriege und Konflikte

Wadephul berät bei Treffen mit Außenministern in Istanbul über Kriege und Konflikte


Wadephul berät bei Treffen mit Außenministern in Istanbul über Kriege und Konflikte
Wadephul berät bei Treffen mit Außenministern in Istanbul über Kriege und Konflikte / Foto: Yasin AKGUL - AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei einem Treffen mit sieben anderen Chefdiplomaten in Istanbul über Kriege und Konflikte in der Region beraten. An den Gesprächen in der türkischen Metropole nahmen am Freitag neben Wadephul die Außenminister von Großbritannien, Italien und Frankreich sowie der Regionalmächte Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten teil.

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Themen seien unter anderem "die Palästina-Frage, die Situation in der Straße von Hormus, die Entwicklungen im Jemen und die Suche nach einem Ende des Ukraine-Kriegs", hieß es aus dem türkischen Außenministerium.

Vor seiner Abreise nach Istanbul hatte Wadephul erklärt, er sehe angesichts zahlreicher Konflikte unter anderem in der Golfregion die Notwendigkeit, neue Wege für Lösungen zu suchen. "Diese massiven Herausforderungen können wir nur bewältigen, wenn wir über etablierte Formate hinaus an einem Strang ziehen", erklärte er.

Wadephul nannte etwa den Konflikt um die Straße von Hormus, die Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen, auf Saudi-Arabien und die freie Seeschifffahrt, aber auch die russischen Angriffe auf Getreidelieferungen im Schwarzen Meer. Die acht Teilnehmerländer des Treffens in Istanbul eine, "dass diese festgefahrenen Konflikte auch massive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage und Sicherheit unserer Länder haben - und der Wille, neue Wege für Lösungen zu suchen", erklärte der CDU-Politiker weiter.

"Bei unserem ersten Treffen in diesem Format wollen wir Europäer und die vier Regionalmächte vereint ausloten, wie wir Bewegung in die Konflikte in der Straße von Hormus, am Bab al-Mandab und im Schwarzen Meer bringen können", fuhr Wadephul fort. Das Treffen in Istanbul geht ihm zufolge auf eine Initiative Deutschlands und der Türkei zurück.

"Wir acht setzen gemeinsam ein Zeichen: Wir nehmen nicht hin, dass Iran und die Huthi-Milizen den Welthandel erpressen und die Versorgung der Welt mit Energie und Düngemitteln weiter im Würgegriff halten", erklärte der Bundesaußenminister. "Die willkürlichen Angriffe auf die freie Schifffahrt und die Nachbarländer müssen enden." Auch Russland habe die freie Schifffahrt im Schwarzen Meer und "mit ihr die Lebensader für so viele Menschen ins Fadenkreuz genommen", erklärte der CDU-Politiker.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) begrüßt die Initiative Wadephuls für freie und sichere Schifffahrt. "Deutschland darf bei der Sicherheit der Seewege nicht Zuschauer sein", erklärte VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger. "Als Handelsnation sind wir auf freie Seewege angewiesen, für unsere Exporte ebenso wie für die Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Waren."

Das Treffen in Istanbul ist das erste im sogenannten R4+E3-Format. Das E3-Format aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich wurde vor mehr als 20 Jahren im Rahmen der Atomverhandlungen mit dem Iran eingerichtet. Die R4-Staaten Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten schlossen sich in diesem Jahr als Reaktion auf den Iran-Krieg zu einer engeren sicherheitspolitischen Abstimmung zusammen.

Die Türkei sieht die regionale Sicherheit vor allem in der Eigenverantwortung der Länder der Region. Diese Haltung werde Außenminister Hakan Fidan bei dem Treffen unterstreichen, hieß es aus seinem Ministerium. Ankara räume dabei Mechanismen der Zusammenarbeit Vorrang ein, "die auf regionaler Eigenverantwortung beruhen". Es dürfe nicht zugelassen werden, "dass sich die aktuellen Konflikte gegenseitig nähren".

R.Lagomarsino--PV

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