Pallade Veneta - Bericht über Namenstrick: Trump fordert Ausschluss zweier Senatskandidaten in Alaska

Bericht über Namenstrick: Trump fordert Ausschluss zweier Senatskandidaten in Alaska


Bericht über Namenstrick: Trump fordert Ausschluss zweier Senatskandidaten in Alaska
Bericht über Namenstrick: Trump fordert Ausschluss zweier Senatskandidaten in Alaska / Foto: David Ryder - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Nach einem Bericht über einen mutmaßlichen Namenstrick der Demokraten bei der Senatswahl im US-Bundesstaat Alaska hat Präsident Donald Trump den Ausschluss zweier Kandidaten gefordert. Die demokratische Bewerberin Mary Peltola und ein Namensvetter des republikanischen Senators Dan Sullivan müssten von den Stimmzetteln gestrichen werden, schrieb Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social.

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"Es wurde gerade festgestellt, dass die Demokraten in Alaska illegal nach einem Mann namens Dan Sullivan gesucht und ihn angeworben haben", schrieb Trump. Den Namensvetter des Senators bezeichnete er als "falschen Dan Sullivan". Zudem warf er den Demokraten vor, vor einem Bundesgericht unter Eid falsche Angaben gemacht zu haben.

Die "New York Times" hatte zuvor berichtet, Mitarbeiter der Demokraten hätten gezielt nach Kandidaten gesucht, die dem republikanischen Senator Stimmen abnehmen könnten. Dazu gehöre der pensionierte Lehrer Dan J. Sullivan aus einem abgelegenen Fischerdorf. Der amtierende Senator heißt Dan S. Sullivan. Die Zeitung stützte sich unter anderem auf Aussagen der früheren Wahlkampfleiterin Peltolas sowie interne Nachrichten und Dokumente.

Nach Recherchen der Zeitung waren auch hochrangige Wahlkampfmitarbeiter Peltolas und Vertreter der demokratischen Senatswahlkampf-Organisation DSCC beteiligt. Der demokratische Wahlkampfhelfer Jerid Kurtz soll unter falschem Namen durch Alaska gereist sein, um Kandidaten anzuwerben. Peltolas Wahlkampfteam und die DSCC bestritten jedoch, Kandidaten angeworben zu haben. Der pensionierte Lehrer erklärte, er sei aus eigenem Antrieb angetreten. Peltolas frühere Wahlkampfleiterin versuchte später, ihre Aussagen zurückzunehmen.

Die "New York Times" betonte, dass die gezielte Aufstellung von Kandidaten zur Aufsplitterung gegnerischer Wählerstimmen grundsätzlich legal sei und in Alaska bereits von beiden großen Parteien genutzt worden sei. Die Recherche habe weder Straftaten nachgewiesen noch Trumps Vorwurf falscher Aussagen unter Eid belegt.

Das Oberste Gericht Alaskas hatte im Juni das Recht des zweiten Sullivan auf eine Kandidatur bestätigt. Das US-Justizministerium hatte bereits gegen den Bundesstaat geklagt. Die Klage soll die amtliche Bestätigung eines knappen Wahlsiegs Peltolas verzögern, falls die Stimmen für den Namensvetter das Ergebnis beeinflusst haben könnten. Alaska beantragte die Abweisung der Klage wegen fehlender Rechtsgrundlage.

I.Saccomanno--PV

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