Pallade Veneta - Proteste in Frankreich: Studenten rufen zu Blockade von Universitäten auf

Proteste in Frankreich: Studenten rufen zu Blockade von Universitäten auf


Proteste in Frankreich: Studenten rufen zu Blockade von Universitäten auf
Proteste in Frankreich: Studenten rufen zu Blockade von Universitäten auf / Foto: Sameer AL-DOUMY - AFP

In Frankreich haben landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem begonnen. Bei einem Protestmarsch in der Hauptstadt Paris riefen zwei Studentengewerkschaften am Samstag zu einer Blockade von Universitäten und Gymnasien am kommenden Dienstag und Donnerstag auf. Grund sei unter anderem das Verbot einer von den Demonstrierenden in Paris angemeldeten Route durch die Behörden, sagte die Sprecherin der Gewerkschaft USL, Sabrine Kharbach.

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Jede Woche würden Demonstrationen und Züge verboten, betonte sie: "Wir werden ihnen zeigen, dass unsere Forderungen legitim sind." Weiter kündigte Kharbach an, sich am Donnerstag einer Demonstration verschiedener Gewerkschaften anschließen zu wollen.

Der Studierendenverband Fage nannte die gerichtliche Verlegung der Streckenführung in Paris eine "schwerwiegende Infragestellung unserer Rechte". Die Interessenvertretung der Studierenden werde sich nun beraten, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Für Samstag waren in ganz Frankreich Proteste geplant, in ersten Städten begannen sie gegen Mittag. Am Nachmittag meldete das Innenministerium insgesamt 15.000 Teilnehmer an den verschiedenen Kundgebungen. Die größte Demonstration sollte in der Hauptstadt Paris stattfinden, wo bereits ab dem Morgen mehr als 40 Metro-Stationen im Zentrum und im Osten der Stadt geschlossen blieben. Das oberste Verwaltungsgericht entschied am Morgen, dass der Protestzug nicht auf der ursprünglich geplanten Route durch das Zentrum der Stadt stattfinden darf. Auch die alternative Route stelle "das uneingeschränkte Recht zu demonstrieren" sicher, erklärte das Gericht.

An den vergangenen beiden Wochenenden hatte es in Frankreich landesweite Proteste mit hunderttausenden Teilnehmern gegeben. Am 17. Oktober war es dabei zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen gekommen. Geschäfte und öffentliche Gebäude wurden zerstört, zahlreiche Einsatzkräfte verletzt. Am vergangenen Wochenende kam es am Rande der Proteste erneut zu Gewalt, allerdings in einem deutlich geringeren Ausmaß.

Aus Angst vor neuen gewaltsamen Zusammenstößen waren am Samstag landesweit 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Insgesamt wurden 350 Kundgebungen angemeldet. Für Teile von Paris galt ab Samstagabend um 23.00 Uhr eine Ausgangssperre.

L.Bufalini--PV

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