Pallade Veneta - Söder lehnt Entwurf aus Kanzleramt für Ministerpräsidentenkonferenz ab

Söder lehnt Entwurf aus Kanzleramt für Ministerpräsidentenkonferenz ab


Söder lehnt Entwurf aus Kanzleramt für Ministerpräsidentenkonferenz ab
Söder lehnt Entwurf aus Kanzleramt für Ministerpräsidentenkonferenz ab / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

CSU-Chef Markus Söder hat den Entwurf des Bundeskanzleramts für die Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch als völlig unzureichend zurückgewiesen. Es gebe eine "große Enttäuschung" bei ihm und auch bei anderen Ministerpräsidenten über den am Montag an die Länder verschickten Entwurf, sagte Söder am Montag im Anschluss an eine Vorstandssitzung der CSU vor Journalisten in München. "Ein Satz mit X, das war wohl nix, und zwar gar nichts", sagte Söder.

Textgröße ändern:

Der Textvorschlag des Kanzleramts habe weder die Beschlüsse der Finanzminister der Länder noch die der Verkehrsminister aufgenommen. Auch gehe er auf immens steigenden Kosten für das Thema Asyl nicht ein. Wenn er so bliebe, hätte der vorliegende Beschluss einen Nullwert, sagte Söder. "Das wäre ein reines, stures Weiterso wie seit Wochen." Sollte es dabei bleiben, dass die Bundesländer bezahlen sollten, ohne mitreden zu können, sei dies nicht zustimmungsfähig.

Söder griff die Bundesregierung insgesamt scharf an. "Die Regierung streitet, aber sie handelt zu wenig", sagte er. Eigentlich müsste die Ampelkoalition den Menschen in Deutschland jetzt Sicherheit geben, sie verharre aber "in Gezänk untereinander". "Es braucht den großen Wurf - und zwar sofort statt Ideologie."

Der CSU-Vorstand beschloss als eigenes Konzept einen Zehnpunkteplan. In diesem fordert die CSU unter anderem eine Deckelung von Gas-, Strom- und Spritpreisen sowie die Reaktivierung aller Kohlekraftwerke in Deutschland. Laut Söder wären insgesamt bis zu 16 weitere Kraftwerke reaktivierbar. Außerdem forderte die CSU einen Rettungsschirm für Stadtwerke und für soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen und eine Absenkung der Mehrwertsteuer für Nahrungsmittel auf sieben Prozent.

Söder sagte: "Wir brauchen jetzt den maximalen Ansatz und nicht die Steinschleuder oder die Pinzette - wir müssen jetzt unser Land retten." Er halte die von ihm geforderten Schritte auch mit der Schuldenbremse für machbar. Söder sagte, es könne auch an anderen Stellen noch eine Menge gespart werden. Es gebe Rücklagen, und es könne im Haushalt umorganisiert werden. Ob Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) dies aber mit seinen Koalitionspartnern durchziehen könne, wisse er nicht.

F.Amato--PV

Empfohlen

Prägend für "Generationen von Frauen": US-Feministin Gloria Steinem mit 92 Jahren gestorben

Die US-Journalistin und feministische Galionsfigur Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Steinem starb am Mittwoch in ihrem Zuhause in New York, wie ihre Stiftung am Donnerstag im Onlinedienst Instagram mitteilte. In den 70er Jahren hatte Steinem die feministische Zeitschrift "Ms." gegründet. Sie gehörte zu den prominentesten Vertreterinnen der Frauenrechtsbewegung in den USA. Prominente US-Demokraten würdigten ihre Vorreiterrolle für "Genrationen von Frauen".

Polizeieinsatz wegen verdächtigen Gegenstands an Umspannwerk in Dormagen

Wegen eines verdächtigen Gegenstands ist die Polizei am Donnerstag zu einem Einsatz an einem Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Dormagen ausgerückt. Ein Spaziergänger habe den nicht näher benannten Gegenstand am frühen Abend im Bereich der Anlage im Stadtteil Gohr auf dem Boden gefunden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Neuss. Das Fundstück sei beschlagnahmt worden. Zuerst hatte der Westdeutsche Rundfunk berichtet.

ZDF-Umfrage vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD weiter ohne absolute Mehrheit

Drei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht eine ZDF-Umfrage weiterhin keine absolute Mehrheit für die klar führende AfD. In der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei auf 41 Prozent und damit auf einen Prozentpunkt mehr als in der vergangenen Woche. Mit unverändert 23 Prozent folgt die regierende CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.

Vance: USA untersuchen Angriff auf iranische Hochzeit

Die USA untersuchen nach Angaben von Vizepräsident JD Vance den Angriff auf eine Hochzeitsfeier im Iran. Vance äußerte sich am Donnerstag in Washington zugleich "äußerst skeptisch" über die Angaben aus Teheran zu dem Vorfall. Die iranischen Staatsmedien seien "kein besonders verlässlicher Chronist" in dem Konflikt, sagte der Vizepräsident bei einem Pressebriefing im Weißen Haus.

Textgröße ändern: