Pallade Veneta - Tausende gehen im Irak zu Jahrestag von landesweiten Protesten auf die Straße

Tausende gehen im Irak zu Jahrestag von landesweiten Protesten auf die Straße


Tausende gehen im Irak zu Jahrestag von landesweiten Protesten auf die Straße
Tausende gehen im Irak zu Jahrestag von landesweiten Protesten auf die Straße / Foto: Ahmad Al-rubaye - AFP

Im Irak sind am Samstag tausende Menschen auf die Straße gegangen, um den dritten Jahrestag landesweiter Proteste gegen die im Land herrschende Korruption zu begehen. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, skandierten zum Großteil sehr junge Demonstrierende: "Das Volk fordert den Sturz des Regimes". Tausende sammelten sich demnach auf dem Tahrir-Platz in Bagdad. Es kam zu Handgemengen zwischen Sicherheitskräften und Protestierenden, bei denen dutzende Menschen verletzt wurden.

Textgröße ändern:

"Alle Brücken und Straßen sind gesperrt, weil die Behörden Angst vor den Protestierenden haben", sagte Aktivist Ali al-Habib. Er verurteilte "interne Machtkämpfe in der politischen Klasse, die den Willen des Volks komplett ignoriert". Die Ordnungskräfte feuerten Tränengas ab, um die Menschenmenge vom Eindringen in die hochgesicherte Grüne Zone mit ihren staatlichen Institutionen und Botschaften abzuhalten. Protestierende hatten die Umgebung vor kurzem wochenlang besetzt.

Der Irak steckt seit langem in einer politischen Krise. Seit der Parlamentswahl im Oktober konnte noch keine neue Regierung gebildet werden. Das ölreiche, aber von Krieg verwüstete Land kämpft zudem mit schweren Umwelt- und Wirtschaftskrisen.

Die Protestbewegung hatte im Oktober 2019 begonnen und sich bis in den armen, mehrheitlich von Schiiten bewohnten Süden Iraks ausgebreitet. Während mehrerer Monate hatten Hunderttausende auf der Straße Jugendarbeitslosigkeit, eine verfallende Infrastruktur und mangelnde Demokratie angeprangert. Beim harten Vorgehen gegen die Proteste kamen mindestens 600 Menschen ums Leben, Zehntausende wurden verletzt. Repressionen und Corona-Einschränkungen sorgten für ein Abebben der Demonstrationen.

N.Tartaglione--PV

Empfohlen

Prägend für "Generationen von Frauen": US-Feministin Gloria Steinem mit 92 Jahren gestorben

Die US-Journalistin und feministische Galionsfigur Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Steinem starb am Mittwoch in ihrem Zuhause in New York, wie ihre Stiftung am Donnerstag im Onlinedienst Instagram mitteilte. In den 70er Jahren hatte Steinem die feministische Zeitschrift "Ms." gegründet. Sie gehörte zu den prominentesten Vertreterinnen der Frauenrechtsbewegung in den USA. Prominente US-Demokraten würdigten ihre Vorreiterrolle für "Genrationen von Frauen".

Polizeieinsatz wegen verdächtigen Gegenstands an Umspannwerk in Dormagen

Wegen eines verdächtigen Gegenstands ist die Polizei am Donnerstag zu einem Einsatz an einem Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Dormagen ausgerückt. Ein Spaziergänger habe den nicht näher benannten Gegenstand am frühen Abend im Bereich der Anlage im Stadtteil Gohr auf dem Boden gefunden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Neuss. Das Fundstück sei beschlagnahmt worden. Zuerst hatte der Westdeutsche Rundfunk berichtet.

ZDF-Umfrage vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD weiter ohne absolute Mehrheit

Drei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht eine ZDF-Umfrage weiterhin keine absolute Mehrheit für die klar führende AfD. In der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei auf 41 Prozent und damit auf einen Prozentpunkt mehr als in der vergangenen Woche. Mit unverändert 23 Prozent folgt die regierende CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.

Vance: USA untersuchen Angriff auf iranische Hochzeit

Die USA untersuchen nach Angaben von Vizepräsident JD Vance den Angriff auf eine Hochzeitsfeier im Iran. Vance äußerte sich am Donnerstag in Washington zugleich "äußerst skeptisch" über die Angaben aus Teheran zu dem Vorfall. Die iranischen Staatsmedien seien "kein besonders verlässlicher Chronist" in dem Konflikt, sagte der Vizepräsident bei einem Pressebriefing im Weißen Haus.

Textgröße ändern: