Pallade Veneta - Tote und Verletzte bei Angriffen auf Kiew und "viele" andere ukrainische Städte

Tote und Verletzte bei Angriffen auf Kiew und "viele" andere ukrainische Städte


Tote und Verletzte bei Angriffen auf Kiew und "viele" andere ukrainische Städte
Tote und Verletzte bei Angriffen auf Kiew und "viele" andere ukrainische Städte / Foto: Arman SOLDIN - AFP

Die ukrainische Hauptstadt Kiew und mehrere weitere Städte in der Ukraine sind am Montagmorgen von Raketenangriffen erschüttert worden. "Die Ukraine steht unter Raketenbeschuss", erklärte der stellvertretende Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Tymoschenko. Aus "vielen" Städten würden Angriffe gemeldet. Zum ersten Mal seit Monaten wurden auch Kiew und die westukrainische Stadt Lwiw angegriffen.

Textgröße ändern:

Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj gab es bei der Angriffsserie Tote und Verletzte. Nach Angaben der ukrainischen Armee feuerte Russland insgesamt 75 Raketen auf die Ukraine ab. 41 dieser Raketen seien von der ukrainischen Luftabwehr abgefangen worden, erklärte der General Walerij Saluschnyj auf Telegram.

Selenskyj sagte in einer Videobotschaft, die Angriffe hätten sich vor allem gegen Energie-Infrastruktur gerichtet. Die russischen Streitkräfte hätten vom Iran hergestellte Drohnen bei den Angriffen eingesetzt.

Kiew wurde im morgendlichen Berufsverkehr von mehreren heftigen Explosionen erschüttert. Nach Angaben der Polizei wurden bei den Angriffen mindestens fünf Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Getroffen wurden nach Angaben der Behörden unter anderem ein Museum, eine Universität und ein Park. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko wurde auch wichtige Infrastruktur in der Stadt attackiert.

In Kiew hatte es seit Ende Juni keine russischen Luftangriffe mehr gegeben. Am Montag stieg an mehreren Orten in der Hauptstadt schwarzer Rauch auf, wie auf Online-Videos zu sehen war. Nach Angaben der Polizei traf ein Großteil der Angriffe das Stadtzentrum.

Laut einem Reporter der Nachrichtenagentur AFP schlug ein Geschoss sei in der Nähe eines Spielplatzes in Kiew ein. Es hinterließ einen großen Krater und verkohlte umliegende Bäume und Bänke. Mehrere Rettungswagen trafen am Angriffsort ein.

Auch Lwiw, das von russischen Angriffe zuletzt ebenfalls verschont geblieben war, wurde angegriffen. Laut Regionalgouverneur Maxim Kosizky gab es Angriffe auf Anlagen der Energie-Infrastruktur in der Region an der Grenze zu Polen. Er rief die Bewohner von Lwiw auf, vorerst in Schutzräumen zu bleiben, da mit weiteren Angriffen zu rechnen sei.

Am Sonntag hatte der russische Präsident Wladimir Putin den ukrainischen Geheimdienst für eine Explosion auf der Brücke zur von Russland annektierten Halbinsel Krim verantwortlich gemacht und von einem "Terrorakt" gesprochen. Die Brücke, die die Krim mit dem russischen Festland verbindet, war am Samstag schwer beschädigt worden, nachdem nach russischen Angaben eine Lkw-Bombe explodiert war.

In Moskau sollte am Montag der russische Sicherheitsrat unter Vorsitz von Kreml-Chef Putin tagen. Dem Sicherheitsrat gehören neben dem Präsidenten unter anderem die wichtigsten Minister und Vertreter der Sicherheitsdienste und des Militärs an.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Polizeieinsatz wegen verdächtigen Gegenstands an Umspannwerk in Dormagen

Wegen eines verdächtigen Gegenstands ist die Polizei am Donnerstag zu einem Einsatz an einem Umspannwerk im nordrhein-westfälischen Dormagen ausgerückt. Ein Spaziergänger habe den nicht näher benannten Gegenstand am frühen Abend im Bereich der Anlage im Stadtteil Gohr auf dem Boden gefunden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Neuss. Das Fundstück sei beschlagnahmt worden. Zuerst hatte der Westdeutsche Rundfunk berichtet.

ZDF-Umfrage vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD weiter ohne absolute Mehrheit

Drei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht eine ZDF-Umfrage weiterhin keine absolute Mehrheit für die klar führende AfD. In der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei auf 41 Prozent und damit auf einen Prozentpunkt mehr als in der vergangenen Woche. Mit unverändert 23 Prozent folgt die regierende CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.

Vance: USA untersuchen Angriff auf iranische Hochzeit

Die USA untersuchen nach Angaben von Vizepräsident JD Vance den Angriff auf eine Hochzeitsfeier im Iran. Vance äußerte sich am Donnerstag in Washington zugleich "äußerst skeptisch" über die Angaben aus Teheran zu dem Vorfall. Die iranischen Staatsmedien seien "kein besonders verlässlicher Chronist" in dem Konflikt, sagte der Vizepräsident bei einem Pressebriefing im Weißen Haus.

Leiche von Kriegsverbrecher Mladic in Serbien eingetroffen

Die Leiche des verstorbenen bosnisch-serbischen Kriegsverbrechers Ratko Mladic ist in Serbien eingetroffen und mit militärischen Ehren empfangen worden. Der mit der serbischen Flagge bedeckte Sarg wurde nach der Ankunft aus Den Haag am Donnerstag von sechs Soldaten aus dem Flugzeug getragen, begleitet von Mladics Sohn Darko und dem serbischen Justizminister Nenad Vujic.

Textgröße ändern: