Pallade Veneta - Nach Raketenangriffen Forderungen aus FDP und Grünen nach Panzern für Kiew

Nach Raketenangriffen Forderungen aus FDP und Grünen nach Panzern für Kiew


Nach Raketenangriffen Forderungen aus FDP und Grünen nach Panzern für Kiew
Nach Raketenangriffen Forderungen aus FDP und Grünen nach Panzern für Kiew / Foto: Dimitar DILKOFF - AFP

Nach der Serie von russischen Raketenangriffen auf ukrainische Städte dringen Politiker von Grünen und FDP erneut auf die Lieferung von westlichen Panzern an Kiew. Europa und Deutschland müssten "noch mehr tun", sagte der Grünen-Europapolitiker Anton Hofreiter den Zeitungen der Funke Mediengruppe. FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann verlangte ebenfalls mehr Unterstützung für die Ukraine. Der SPD-Außenexperte Nils Schmid verteidigte die Zurückhaltung der Bundesregierung in dieser Frage.

Textgröße ändern:

Die russische Armee hatte am Montag zahlreiche Raketenangriffe auf ukrainische Städte verübt. In der Hauptstadt Kiew und im westukrainischen Lwiw schlugen dabei zum ersten Mal seit Monaten wieder Raketen ein. Die Angriffe lösten international Empörung aus. Nach ukrainischen Angaben wurden mindestens 19 Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt.

"Angesichts der Angriffe des russischen Militärs auf Zivilisten und nichtmilitärische Infrastruktur in der Ukraine müssen Europa und Deutschland noch mehr tun", sagte Hofreiter den Funke-Zeitungen. "Es gilt zu prüfen, ob Luftabwehrsysteme schneller geliefert werden können." Außerdem müssten "jetzt endlich Schützen- und Kampfpanzer auch westlicher Bauart geliefert werden". Die Bundesregierung lehnt es bisher ab, derartiges Militärgerät an die Ukraine zu liefern.

Strack-Zimmermann sagte den Funke-Zeitungen: "Wir müssen die Ukraine in dieser akuten Situation weiter mit militärischem Material unterstützen." Für die Kämpfe im Süden des Landes brauche die Ukraine in erster Linie Panzer. "Der Wunsch der Ukraine liegt vor allem auf dem Kampfpanzer Leopard 2, sie wären aber auch für den Schützenpanzer Marder sehr dankbar", sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag.

Der SPD-Politiker Schmid mahnte weiter zur Zurückhaltung. Der "abwägende, vorsichtige Kurs" von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in der Frage der Waffenlieferungen sei richtig, sagte Schmid im ARD-"Morgenmagazin". Das Vorgehen werde immer wieder neu diskutiert und gemeinsam mit den Verbündeten festgelegt. Es gebe keine grundsätzlichen "Tabus", gleichzeitig solle sich aber kein Land einseitig exponieren.

Die Raketenangriffe von Montag bezeichnete Schmid als Akt des "Staatsterrorismus". Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Als Reaktion auf die Angriffe halten die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der sieben großen Industriestaaten (G7) unter deutschem Vorsitz am Dienstagnachmittag Sonderberatungen ab. Dabei soll auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zugeschaltet werden.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Zentralkomitee der KP tagt in China - Verschärfung der Disziplin geplant

In China hat Präsident Xi Jinping am Montag eine mehrtägige Sitzung der Eliten der Kommunistischen Partei eröffnet, bei der unter anderem die Disziplin in den eigenen Reihen verschärft werden soll. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua nehmen an dem Treffen etwa 300 Mitglieder des Zentralkomitees der regierenden Kommunistischen Partei teil. Berichten zufolge soll es dabei unter anderem um eine Eindämmung von Korruption und eine Steigerung der Effektivität und Loyalität gehen.

Lula gewinnt Präsidentenwahl in Brasilien - Bolsonaro erkennt Niederlage nicht an

Entgegen vieler Erwartungen hat der linksgerichtete Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva die Präsidentschaftswahl in Brasilien gewonnen. Er setzte sich in der Stichwahl knapp gegen seinen rechtsgerichteten Herausforderer Flávio Bolsonaro durch, der das Ergebnis jedoch nicht anerkennen will. Staats- und Regierungschefs aus aller Welt gratulierten Lula am Montag zu seinen Wahlsieg.

Steinmeier-Nachfolge: Unterstützung für Aigner aus Ländern - CDU wartet ab

In der Debatte um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhält die CSU-Politikerin Ilse Aigner weitere Unterstützung aus den Bundesländern - die CDU will sich aber weiterhin nicht positionieren. Aigner bringe "die notwendigen Voraussetzungen mit", sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Sonntagabend. Als "ganz herausragende Persönlichkeit" bezeichnete auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Aigner. Die Bundes-CDU verweist jedoch auf "gute Kandidatinnen und Kandidaten in den eigenen Reihen".

Merz zu mehrtägiger Asienreise gestartet - Steinmeier reist parallel nach China

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist am Montag zu einer mehrtägigen Asienreise aufgebrochen. Bis Ende der Woche wird der Kanzler Singapur, Japan und Südkorea besuchen. Merz wird dabei von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Die Reise dient nach Regierungsangaben insbesondere der Vertiefung der sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den asiatischen Staaten. Sie fällt zeitlich zusammen mit einem Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in China.

Textgröße ändern: